Programm am Sonntag, den 12. März 2017

Übersicht

Buddha01

Buchvorstellung Ca:11 Uhr, Raum 1
Buchtitel: Das heitere Lächeln Buddhas
Autor: Hubert Michelis
Moderation: Chaymae Arrouj

Zusammenfassung:

Der Roman "Das heitere Lächeln Buddhas" ist die Geschichte des jungen Priestermönchs Leo, der einer schönen jungen Frau begegnet und sich unsterblich in sie verliebt. Dann verliert er alles, wofür er gelebt hat und landet schließlich als Obdachloser in Köln unter einer Brücke. Doch es geht noch weiter bergab mit ihm. Er wird zum Kriminellen, kommt ins Gefängnis und irrt, ständig auf der Suche nach sich selbst, ziellos durch die Welt, bis in Indien ein Blick aus den Augen eines alten Weisen seine Welt aus den Angeln hebt.

Vita und Publikationen:

Hubert Michelis, geb. 1958 in Düren, nach dem Abitur Studium der Philosophie, Theologie und nebenher Anglistik (1979-1985 an der Univ. Bonn), 1986-87 als Priester und Mönch in Indien (bei Mutter Theresa) und danach als Missionar in HK und China (Taiwan). Nach der Begegnung mit seiner späteren Frau war dieser Weg zu Ende. Nach Jahren der Umorientierung arbeitete Hubert Michelis zuletzt mehr als 20 Jahre bei zwei asiatischen Banken in Frankfurt. Er ist verheiratet, und hat drei studierende Kinder. Seit 2013 widmet sich Hubert Michelis ganz dem Schreiben. Inzwischen erschienen sieben Titel (Romane, Erzählungen, Kurzgeschichten), die zum Teil ins Englische und Persische übersetzt wurden. Autor: Hubert Michelis, Westendstr. 12/c 63225 Langen, Tel.: 06103 / 5 42 62 Mail: humichelis@aol.co

Buchvorstellung, Ca:11 Uhr, Raum 2
Buchtitel: Vom Glück der einfachen Kuchen oder die Grenzgängerin
Autorin: Jutta Hager
Moderation: Chaymae Arrouj

Jutta Hager schreibt eine Autobiographie, in der sie den wechselvollen Weg von ihrem Geburtsort in der DDR, einem kleinen Dorf in Mecklenburg, bis in die Bundesrepublik Deutschland darstellt.

Erfahrungen von Vertreibung, Heimatverlust, Migration und Existenzkampf hatten bereits ihre Eltern und Großeltern geprägt und setzten sich im Leben der Autorin Jutta Hager fort.

Was macht das mit dem Leben von Menschen, wie überstehen sie solche Phänomene, wie sind die Wirkmechanismen? Mit diesen Fragen setzt sie sich in ihren Texten intensiv auseinander. Hager zeigt, über die Generationen hinweg, wie gesellschaftliche und politische Bedingungen in das private Leben eingreifen.

Aufgrund politischer Diskriminierung ihres Ehemannes war sie zur Aufgabe ihrer Heimat, zur Ausreise aus der DDR, gezwungen. Aufgrund dieser Erlebnisse hinterfragt Hager die ideologischen Systeme beider deutscher Staaten. Sie dringt zu dem Wertekanon unseres gesellschaftlichen Lebens vor, der uns alle gleichermaßen betrifft und eine Migrationssituation ganz besonders kennzeichnet.

12 bis 12:45 Uhr, Clubraum1
Gruppe: „Aufstehen gegen Rassismus“ (AgR)
Moderation: Dr. Sigrun Müller

Mitglieder der Gruppe „Aufstehen gegen Rassismus“ werden am Sonntag, 12.3. zwischen 12 und 13 Uhr einen Redebeitrag zum Thema „Rassismus heute“ leisten und beziehen sich dabei auf das im vergangenen Jahr erschienene Buch der Friedenspreisträgerin Carolin Emcke. Emcke hat sich als Kriegsberichterstatterin und Initiatorin verschiedener Projekte und öffentlicher Diskussionen immer wieder mit Hass und Gewalt gegen Andersdenkende und gegen Minderheiten auseinandergesetzt.

In ihrem 2016 im S. Fischer-Verlag erschienenen Werk „Gegen den Hass“ fokussiert die Autorin in einer kreativen Weise die unterschiedlichen Formen von Misstrauen und Ablehnung innerhalb der Bevölkerung, die nicht selten zu Gewaltausbrüchen führen. Sie tritt für eine Gesellschaft ein, in der vielfältige Nuancen des Denkens und des Beurteilens ausgehalten werden können. Dies trifft vor allem auf Situationen zu, die als „Krisen“ und damit als Bedrohung wahrgenommen werden. In diesem Zusammenhang nimmt die Journalistin die Einwanderung von Migranten in den Blick und fordert dazu auf, etwa im Angesicht der ausländerfeindlichen Vorfälle in Clausnitz oder von Polizeieinsätzen, die von rassistischer Gewalt geprägt sind, genau hinzusehen, die Ereignisse zu analysieren, Details zu erkennen. Auf diese Weise, so Emcke, sei der Einzelne in der Lage, dem Rechtspopulimus, der sich auf einfache Erklärungen und Antworten beschränkt, komplexe Perspektiven entgegenzustellen.

Dietlind
						Köhncke

12:00 bis 12:45 Uhr, großer Saal
Buchvorstellung
„Heimat – Erzählungen, Geheimnisse und Rezepte“
Moderation: Sevastos P. Sampsounis (Herausgeber)
Es lesen: Agapi Mkrtchian, Dietlind Köhncke, Hidir Karademir

Was ist Heimat? Der Ort, wo unsere Wiege stand? Der Ort, wo wir zu Hause sind und uns wohlfühlen? Oder der Nicht-Ort, den wir verloren haben oder niemals besaßen? Heimat hat aber auch etwas mit Charakter, mit Selbstwert zu tun. Immer aber ist sie eine Frage der Perspektive. Dies jedenfalls ist der Ansatz der 2016 erschienenen Anthologie, deren Autorinnen und Autoren sich die Frage stellen, was Heimat für sie bedeutet. Agapi Mkrtchian beleuchtet die Gebräuche der Deutschen aus der Sicht von den armenischen Verwandten einer Ausgewanderten. Dietlind Köhncke erzählt eine Kurzgeschichte über Heimatverlust in der NS-Zeit. Hidir Karademir schreibt über die Entwurzelung türkischer Gastarbeiter in den 1960er-Jahren. Im Anschluss an die Lesung gibt es eine kurze Diskussion.

Sevastos P. Sampsounis, (Hrsg), wurde 1966 in Darmstadt in einer griechischen Gastarbeiterfamilie aus Thrakien geboren, verbrachte Kindheit und Jugend abwechselnd in beiden Ländern. Heute lebt er in Frankfurt am Main. Er ist Autor, Herausgeber, Verleger sowie Gründer und Inhaber des Größenwahn-Verlags.

Agapi

Ca. 12 bis 12:45 Uhr, Raum 2
Buchvorstellung
„Alima, das Mädchen aus Aleppo“
Autorin: Birgit Gröger
Moderation: Gerda Jäger
Für Kinder ab 10 Jahren.

„Integration funktioniert nur, wenn die Kinder dieses Landes verstehen, warum Menschen fliehen, was sie erlebt haben und was sie noch erleben... Darum erzählt unseren Kindern davon.

In diesem Zusammenhang möchte ich euch ein weiteres Buchprojekt sehr empfehlen. Ein Büchlein, zu lesen in einer halben Stunde. Mehr nur ein Gedankengang, Eindrücke, Traum und Erlebnis vermischt. Auf wahren Berichten basierend. Berührend, nachdenklich stimmend.

Dieses Buch habe ich mit den Kindern des LESEWEIS®-LeseSaloons gemeinsam gelesen. In wenigen Sekunden waren sie so gebannt, dass sie nicht wollten, dass es aufhört. Instinktiv spürten sie, dass die Geschichte nicht zu Ende ist, wo das Buch aufhört. Doch das hat die Autorin bewusst so gemacht…“ (Konstanze Keller, Literaturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur)

Birgit Gröger studierte in Bayern Germanistik, Erziehungswissenschaften und Grundschulpädagogik.

Mit LeKoWa® entwickelte sie ein Konzept, das sich mit Lern-, Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen befasst. Zur Zeit unterrichtet sie als Grundschullehrerin in Frankfurt am Main Kinder mit vorwiegend ausländischen Wurzeln. Sie engagiert sich für die Leseförderung und ist ehrenamtlich u.a. als Jugendschöffin tätig. Außerdem schreibt sie redaktionelle Beiträge für verschiedene Foren, z.B. der Internetseite für Kinder http://www.kelkheim-entdecken.de Die Autorin hat bereits im Verlag Kerle bei Herder veröffentlicht. Die Geschichte von Alima ist, neben zwei Hörbüchern, ihre mittlerweile dritte Buchveröffentlichung. Erschien in der Edition Pauer.

Aus dem Erlös ihrer Projekte unterstützt Birgit Gröger Organisationen für Not leidende Kinder. Mit diesem Projekt möchte die Pädagogin einen Beitrag für Toleranz und zum Verständnis geflüchteter Kinder leisten.

https://www.facebook.com/birgitgroeger.autorin/

Kinder

14 bis 15 Uhr, Großer Saal
Buchvorstellung und Szenische Lesung
„Briefe an Anne Frank“
Szenische Lesung zu Anne Franks Tagebuch:
Mitwirkende: Susanne Konrad u.a.

Im Zeitraum zwischen 1942 und 1944 verfasste die anfangs dreizehnjährige Anne Frank – weitgehend in ihrem Versteck im Hinterhaus der Firma ihres Vaters an der Prinsengracht in Amsterdam – ihr heute weltberühmtes Tagebuch, welches das wohl persönlichste und eindringlichste Zeugnis des Leidens der Juden unter dem Naziregime darstellt. Heute, über 70 Jahre nach Annes Tod im KZ Bergen-Belsen, sind neue Generationen herangewachsen, deren Erfahrungswelt eine andere ist. Und doch gibt es Verbindendes. Vier junge Mädchen, die jetzt in dem Alter sind wie Anne Frank, als sie ihr Tagebuch schrieb, richten Briefe an Anne, als wäre sie eine lebendige Freundin. Die Veranstalterin Susanne Konrad erinnert in einem Brief an die Bedeutung Anne Franks für sie in ihrer Jugend. Zum Abschluss trägt Nina Dähne (17) ein Gedicht an Anne vor.

Mit freundlicher Genehmigung des Anne Frank Fonds, Basel, und der S. Fischer Verlage.

Eine Veranstaltung von und mit der Autorin Susanne Konrad. Mitwirkende: Nives Berghoff, Lara Chouadli, Rebekka Czuba, Kaarina Schukart (Schülerinnen des Ziehen-Gymnasiums), Nina Dähne. In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

Susanne
Honigvogel01

15:45 bis 16:30 Uhr, großer Saal
Buchvorstellung
„Der Honigvogel“
Autorin: Nasrin Siege
Moderation: Gerda Jäger
Für Kinder ab 5 Jahren.

Inspiriert von den Kindern in den Hilfsprojekten, in denen Nasrin Siege sich in Afrika engagiert, sind 12 Vorlesegeschichten für Kinder ab fünf Jahren entstanden. Da ist die Geschichte von dem Honigvogel, der sich mit Baba und Davy den Honig teilt. Wer oder was sind „Mamas Augen“? Und was ist „Immer am Montag“ los? Diese und andere Vorlesegeschichten entführen kleine und große ZuhörerInnen nach Afrika.

Nasrin Siege, 1950 in Teheran geboren, kam als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland. Sie wuchs in Hamburg und Flensburg auf, studierte Psychologie und arbeitete als Psychotherapeutin. Von 1983 bis 2016 lebte sie mit ihrer Familie – mit kurzen Unterbrechungen in Deutschland – in Tansania, Sambia, Madagaskar und Äthiopien. Seit Oktober 2016 lebt sie in Frankfurt. Seit mehr als zwanzig Jahren engagiert sie sich für afrikanische Kinder, auch indem sie in zahlreichen Kinder- und Jugendbüchern über deren Alltag schreibt. Mit dem von ihr und Freunden gegründeten Verein “Hilfe für Afrika e.V.” unterstützt sie Projekte in verschiedenen afrikanischen Ländern. Nasrin Siege erhielt 1993 den Kinderbuchpreis der Ausländerbeauftragten des Berliner Senats und den Two Wings Award 2006 für ihr soziales Engagement und ihre Verdienste um das Sammeln afrikanischer Märchen.

Verlag: Razamba, www.nasrin-siege.com, www.hilfefuerafrika.de

Honigvogel02

Ca, 16.30 Uhr, großer Saal
Frau Dr. Fechter
Moderation: Alexandra Müller-Schmieg

Der Fluglärm in Einzugsgebiet des Frankfurter Flughafens wird durch den Ausbau neuer Landebahnen zunehmend unerträglich. Betroffen sind insbesondere Wohngebiete in Sachsenhausen, Flörsheim, Raunheim oder Langen. Ein großer Anteil der unter dem Fluglärm leidenden Personen sind Migranten, die in diesen Orten leben, gleichzeitig sind sie jedoch Arbeitnehmer der Fraport A.G. Aufgrund dieser Tatsachen, dass sie sowohl Einwanderer als auch Beschäftigte des Flughafens sind, trauen sich viele von ihnen nicht, an Protesten gegen die nachweislich gesundheitsschädlichen Lärmbelastungen teilzunehmen. Sie fürchten den Verlust ihrer Arbeitsplätze.

Über diese besondere Situation der Migranten im Zusammenhang mit der Gefahr des Verlustes der Beschäftigung und einer daraus resultierenden Hemmung, für eine bessere Lebensqualität zu demonstrieren, wird die Fluglärmbeauftragte des Frankfurter Flughafens, Frau Dr. Fechter, referieren.

Malik01

17:15 bis 17:45 Uhr, Raum 2
Buchvorstellung
„Die unglaubliche Geschichte von Malik Mammad“
Märchen aus Aserbaidschan, dem Land des Feuers
und andere Aserbaidschanische Märchen
Autor: Vougar Aslanov; Illustrator: Vjusal Rain
Moderation: N.N.

Märchen, Sagen, Mythen und Legenden hatten großen Einfluss auf die Entwicklung der Literatur, der Kunst und der Musik von Aserbaidschan. Es ist ein Land, das durch Jahrtausende am Kreuzweg der Wanderungen zahlreicher Völker und der Begegnung vieler Kulturen lag. Auch die Karawanenrouten der Seidenstraße führten durch viele Städte Aserbaidschans.

Ähnlich den Märchen, die Scheherazade erzählt, sind auch die überlieferten Volksgeschichten dieser Region von einem Reichtum getragen, wie sie nur in einem einzigartigen Kulturmix entstehen können. Indische, iranische, islamische Einflüsse und Figuren tummeln sich hier neben den biblischen Propheten, großen Herrschern, Spielern, Geistern, Monstern, sprechenden Tieren und magischen Vögeln. In diesem Sinne begegnen uns gänzlich neue und ungewöhnliche Märchenfiguren. Was sie mit den Märchen anderer Länder gemeinsam haben, ist der Kampf um Gerechtigkeit und Glück, die Bedeutung aufrechten Handels und rechtzeitiger Einsicht und das ewige Spiel zwischen Gut und Böse.

Vougar Aslanov liefert hier wunderbare, märchenhafte Erzählungen, die als Balsam für die Seele dienen. Wer sich bemüht, die Märchen der eigenen und der angeblich fremden Kultur einmal genauer kennen zu lernen, wird erfahren, dass archaische Elemente der traditionellen Überlieferung des Volkes viel wichtiger sind, als man denkt. Auch in »fremden« Kulturen kann man entdecken, dass das Fremde und fremdartig Vorgetragene in vielem mit den eigenen Zielen und Wünschen übereinstimmt.

Vougar Aslanov

1964 in Aserbaidschan, in der ehemaligen Sowjetunion, geboren. Studium der Literaturwissenschaften an der Staatsuniversität von Baku. Er war als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen in Baku tätig. Autor mehrerer russischsprachiger Erzählbände und Romane, die in Baku und Sankt Petersburg erschienen sind. Seit 1998 in Deutschland. Studium der Slawischen Philologie, Film- und Theaterwissenschaft. Von 2002 bis 2009 war er freier Mitarbeiter bei der Frankfurter Neuen Presse und der Berliner Nachrichtenagentur für die Berichterstattung über den Kaukasus, Zentralasien und Russland. Der Autor veröffentlichte Prosa und Kurzgeschichten in verschiedenen Literaturzeitschriften. 2011 erhielt er zusammen mit Felix Lenz den Förderpreis der Hessischen Filmförderung für das Drehbuch »Dianas Bediener«. Vougar Aslanov lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main.

Vjusal Rain

1987 in Sumgait, Aserbaidschan, geboren. 2003-2007 besuchte er die Aserbaidschanische Staatliche Kunstfachschule und bildete sich dort als Kunstmaler aus. Mehrere Jahre lebte er als Kunstmaler in Russland. Seit 2011 lebt er in Deutschland. Seit 2013 ist er Mitglied beim BBK Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler. Er ist als freischaffender Kunstmaler und Malerei-Dozent tätig.

Cover
Tamara Labas

Buchvorstellung von Tamara Labas
„zwoelf – gedichte im gras am himmel unter der sonne & im schnee“
Ca. 17:30 bis 18 Uhr Raum-1
Moderation: Dr. Sigrun Müller

Natur, Liebe und die immerwährende Bewegung des Seins. Tamara Labas fängt im Frühling das unaufhaltsame Streben des Lebens ein. Barfuß wandert sie durch den heißen Sommer der Leidenschaft. In den Farben des Herbstes malt sie die Facetten der Sehnsucht, nur um im unausweichlichen Sterben des Winters ihren ganz eigenen Neuanfang zu finden. Ihre Gedichte besingen die Natur – die in eine gefährliche Zukunft blickt. Ihre Gedichte kartographieren die Frau, die zwischen Tradition und Veränderung aufblüht. Ihre Gedichte verehren die Jahreszeiten – Zeiten – die Liebe und Leben tragen. Zwoelf. Eine Zahl mit wogender Kraft und Schönheit. Wie das Sein. (aus dem Verlagsprogramm; ISBN: 978-3-95771-144-1). Lesung mit anschließendem Gespräch mit dem Publikum. Dauer ca. 20 Minuten.

Tamara Labas

wurde in der kroatischen Hauptstadt Zagreb geboren. Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an der Goethe-Universität. Sie schreibt Lyrik, Erzählungen und Kurzgeschichten. Seit März 2014 ist sie Vorsitzende des „Literaturclub der Frauen aus aller Welt e.V.“. Sie ist Mitglied der Literaturgesellschaft Hessen e.V. (LIT). Veröffentlichungen in diversen Anthologien. Im Rahmen des Literaturwettbewerbs der 7. Bonner Buchmesse Migration Auszeichnung in der Kategorie Lyrik. Mitherausgeberin der Anthologie „Wortwandlerinnen“ mit eigenen Beiträgen.

Homepage: groessenwahn-verlag.de, Homepage: www.tamara-labas.de

Tamara Labas
LampedusaLampedusaLampedusa

Szenische Lesung
Ca. 18Uhr, großer Saal
Titel: Ein Morgen vor Lampedusa
Autor: Antonio Umberto Riccò
Moderation: Dr. Sigrun Müller stellt die Lesenden und den Autor vor.

Die szenische Lesung, deren Ausschnitte präsentiert werden, widmet sich einer der schlimmsten Tragödien im Mittelmeer, die sich am 3.10.2013 unmittelbar vor der Insel Lampedusa ereignete. Damals kenterte ein mit 545 Flüchtlingen völlig überladenes Fischerboot. 366 Menschen ertranken, fast alle aus Eritrea. Aus Zeugenaussagen und dokumentarischem Material hat der Autor Antonio Umberto Riccò einen Text entwickelt, der unterschiedliche Perspektiven auf das Unglück eröffnet. Flüchtlinge und Einwohner von Lampedusa kommen zu Wort, erzählt wird auch wie sie, Touristen und Behörden auf die Katastrophe reagierten.

Das ehrenamtliche Projekt der AG „Unser Herz schlägt auf Lampedusa“ aus Hannover hat in den letzten drei Jahren mit 233 Lesungen mehr als 20.000 Menschen erreicht und mit ca. 65.000 € Spenden die Arbeit von 165 Flüchtlingsinitiativen in Deutschland und in Italien unterstützt. Die Musik für dieses Projekt komponierte der italienische Musiker Francesco Impastato.

Im Mai 2016 wurde das Projekt vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ ausgezeichnet.

Antonio Umberto Riccò (1954 geb. in Mailand) befasst sich mit dem Schicksal von Flüchtlingen seit 2005, als ein 14-jähriger Afghane in die von ihm geleitete Schule in Meran (Südtirol) aufgenommen wurde. Diesem Thema widmete er seinen in Italien erschienen ersten Roman („Biscotti al cardamomo“). Aus der Erzählung („La Missione di Tariq“) entstand in Kooperation mit dem Göttinger boat-people-Projekt das Theaterstück „Tariqs Auftrag“. Seit 2013 koordiniert er die AG „Unser Herz schlägt auf Lampedusa“ (www.lampedusa-hannover.de).

LampedusaLampedusaLampedusa

Für die Inhalte sämtlicher im Programm enthaltener Texte sind ausschließlich die Veranstalter, die Autoren bzw. die Verlage selbst verantwortlich. Bei diesem Plan handelt es sich um ein vorläufiges Konzept, das im Wesentlichen so stattfinden soll. Der zeitliche Ablauf ist natürlich nicht minutiös planbar, daher könnte es zu kleinen, zeitlichen Verschiebungen kommen. Wir bitten um Verständnis. Diskussionen sind mit den Autoren möglich. Veränderungen im Programm sind vorbehalten. Bis 15. Februar kann das bestehende Programm noch um weitere Programmpunkte ergänzt werden, da noch immer täglich Anfragen von Verlagen gestellt werden. Auch von Autoren, Künstlern und Organisationen kommen weiterhin Anfragen, ihre Werke zu präsentieren. Hamidul Khan (Vorsitzender der Deutsch-Bengalischen Gesellschaft) wird mit einem Abschlusswort die Veranstaltung beenden.