Programm am Samstag, den 11. März 2017

Alzheimer

10 bis 12 Uhr, Clubraum 1
Buchvorstellung und Vorträge
„Alzheimer. Das Erste-Hilfe-Buch“
Thema: Migration und Demenz
Autoren: Margot Unbescheid und Sybille Vogl
Moderation: Anita Bhuiyan

1. „Was brauch ich, wenn es losgeht mit der Demenz“ - Autorin gibt Erste-Hilfe-Tipps:

Man braucht, ganz klar, sofort HILFE von außen, von Fachleuten – am besten von denen, die all das kennen, was mit Beginn der Demenz den Alltag durcheinander wirbeln kann. Die Tatsache, dass die von Demenz betroffene Ehefrau partout nicht mehr zum Arzt gehen will oder die, dass der Vater unter Alzheimer plötzlich das Auto des Nachbarn für das seine hält und es verkratzt beim Versuch es mit dem Haustürschlüssel aufzuschließen. Zu diesem Alltag mit Alzheimer hat Margot Unbescheid, pflegende Angehörige und 2. Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Frankfurt Tipps aus der Praxis. Sie berichtet und liest aus Ihrem „Alzheimer. Das Erste-Hilfe-Buch“ - das auch auf polnisch unter dem Titel „alzheimer. Podrecznik pierwszej pomocy“ in Polen erschienen ist.

2. „Familien mit Zuwanderungsgeschichte unter die Arme greifen bei Demenz – Hilfe im Stadtteil.“

Nachbarn brauchen Nachbarn – gerade beim Älterwerden im Quartier. Ganz besonders dann, wenn der Alltag schwerer wird, weil Krankheiten wie Alzheimer oder andere Demenzformen hinzukommen. Hier Hilfe und Unterstützung zu bieten hat sich in Heddernheim die Aktionsgruppe „Demenz freundliches Quartier“ aus dem Service- und Begegnungszentrum des Frankfurter Verbandes in der Aßlarer Straße auf die Fahnen geschrieben. Besonders im Blick haben sie dabei Familien mit Zuwanderungsgeschichte, die Demenz oft noch um einiges härter trifft. Denn hier werden den Betroffenen bald Sprache und Umfeld fremd. Dazu fehlt meist Kenntnis von zuständigen Ämtern, Behörden und möglichen Hilfen. Wie eine Unterstützung im Alltag aussehen kann und welche Hilfen bereits angeboten werden, davon wird Sybille Vogl berichten.

Sie leitet das Projekt Lokale Allianz für Demenz mit dem Schwerpunkt: MIGRATION und DEMENZ und ist Zentrumsleitung im Begegnungszentrum des Frankfurter Verbandes in der Aßlarer Straße im Frankfurter Stadtteil Heddernheim. Das Frankfurter Amt für Multikulturelle Angelegenheiten (AMKA) ist seit Anfang an Kooperationspartner dieses Projektes.

Weitere Einblicke in die Arbeit des Projektes geben folgende Veranstaltungen:

„Ein letztes Mal – szenische Lesung“

Ein Stück der Interkulturellen Theaterwerkstatt im Rahmen des Projektes Lokale Allianz für Demenz unter der Leitung von Andrea Conti. Zum Inhalt: Das Ehepaar Marie und Karl sind oft in den Urlaub ans Meer gefahren. Nun verliert Karl sein Gedächtnis. Ein Mal noch soll es so sein wie früher. Sie fahren ans Meer in das gleiche Hotel wie einst. Marie muss sich an die Veränderungen ihres Mannes anpassen und lernen einen neuen Umgang mit ihm zu finden.

Vorführung des türkisch-deutschen Films: “Kalb unutmaz – das Herz vergisst nicht“

Am Beispiel zweier türkischer Familien zeigt dieser Film wie Demenz die ganze Familie „betrifft“ – Partner, erwachsene Kinder und auch noch die Enkelkinder. Alle müssen mit den Auswirkungen der Demenz auf das Verhalten des Erkrankten und ihren eigenen Alltag zurechtzukommen. In ausführlichen Interviews erzählen alle Mitglieder der im Film porträtierten Familien von diesen Problemen und ihrem Umgang damit.

Nach der Vorführung werden die Filmemacherin Ayla Yildiz sowie Sybille Vogl und die Mitarbeiterinnen des im Projektschwerpunkt Migration und Demenz entstandenen Heddernheimer INTERKULTURELLEN Treffs zur Information und Diskussion zur Verfügung stehen.

Alzheimer
Reha HornBehjat Mehdizadeh

10 Uhr, Großer Saal
Buchvorstellung
„Frankfurter Einladung“
Autorin: Susanne Konrad (Hrsg.)
mit Reha Horn, Behjat Mehdizadeh und Petra Pfeuffer
Moderation: Dr. Susanne Czuba-Konrad

Bestens integriert und doch „nur“ Eingeplackte – so fühlen sich viele Frankfurterinnen und Frankfurter, die nicht in dieser Stadt geboren wurden - egal, woher sie gekommen sind. Und doch erleben gerade Neubürger, die von sehr weit her gekommen sind, ihre ersten Kontakte mit der Mainmetropole in ganz besonderer Weise. Die Schriftstellerinnen Reha Horn, Behjat Mehdizadeh und Petra Pfeuffer lesen über ihre speziellen Erfahrungen mit den Stadtteilen Zeilsheim, Eckenheim und mit dem Allerheiligenviertel in der Innenstadt. Ihre Erzählungen sind – neben vielen anderen - in der literarischen Stadtteile-Anthologie „Frankfurter Einladung“ erschienen (Größenwahn Verlag, 2016), in der zahlreiche Autoren die Frage beantworten, warum sie gerade in „ihrem“ Stadtteil heimisch geworden sind.

Susanne Konrad wurde in Bonn geboren, wuchs in Dortmund auf und lebt seit 30 Jahren in Frankfurt am Main. Sie studierte die Fächer Deutsch und Geschichte und promovierte 1995 in Literaturwissenschaft. Schon früh befasste sie sich mit Migrationsthemen, zunächst im Rahmen eines Kulturprojektes, später in freiem Engagement. 2008-2013 war sie Vorsitzende des Literaturclubs der Frauen aus aller Welt e.V. Bücher und weitere Veröffentlichungen unter www.susanne-konrad.de

Petra Pfeuffer Susanne
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11 bis 11:45 Uhr, Raum 2
Buchvorstellung
„Flüchtlingscafé“
Autor: Nahid Keshavarz
Moderation: Chaymae Arrouj

Die Anthologie „Flüchtlingscafé“ ist eine Sammlung wundersamer Alltags-Geschichten von Flüchtlingen. Durch heitere bis bedrückende Geschichten ermöglicht die Anthologie einen Einblick in die Schicksale der Geflüchteten und eröffnet damit nicht nur ein besseres Verständnis und eine Einsicht in Sorgen und Nöte dieser Bevölkerungsgruppe – sie scheut sich auch nicht, im Kontext der Geflüchteten vieldebattierte Themen anzuschneiden. Nicht zuletzt geht es vor allem auch um die Integration in die Kultur der Wahlheimat und das Gefühl, nirgends Zuhause zu sein.

Nahid Keshavarz ist vor 30 Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen und arbeitet hier momentan als Psychotherapeutin und Beraterin des Flüchtlingscenters der Stadt Köln. Sie hat unzählige Artikel zum Thema Migration, Frauen auf der Flucht sowie psychische Probleme von Migranten veröffentlicht. Keshavarz verarbeitet ihre eigenen Erfahrungen und die jahrelange Arbeit mit Geflüchteten in ihrem Buch Flüchtlingscafé, das aus 18 Kurzgeschichten besteht.

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Flor

12 bis 12:45 Uhr, Raum 2
Buchvorstellung
„Also sprach der Maharadja“
Autorin: P. F. Schürrle-Sharkar

Die Autorin P. F. Schürrle-Sharkar hat in ihrem Buch „Also sprach der Maharadja“ ihre in einem Zeitraum von über 30 Jahren gewonnenen Erfahrungen mit der indischen Kultur und insbesondere ihre Aufenthalte in Rajasthan und Bangladesh und (im indischen Bundesstaat) Westbengalen verarbeitet. Der Band enthält Geschichten und Märchen, die in den unterschiedlichen Regionen Indiens angesiedelt sind. Im Jahr 2010 wurde das Werk Schürrle-Sharkars erstmals während der Frankfurter Buchmesse einem größeren Publikum präsentiert. Ronju Sharkar, in Bangladesh geboren, übersetzte den Text von „Also sprach der Maharadja“ ins Bengalische.

Ronju Sharkar und P. F. Schürrle-Sharkar sind seit 1988 verheiratet und leben in Schwäbisch Hall. In Deutschland, wo er seit 1972 lebt, wurde Ronju als Baulsänger, Balladensänger, Liedermacher und Satiriker bekannt. Seit 1995 arbeiten beide mit einer mobilen Marionettenbühne, um Geschichten und Märchen visuell erlebbar zu gestalten.
www.shakti-sargam.de

Ronju 2012 mit Ektera
Cover

13:00 bis 13:45 Uhr, großer Saal
Buchvorstellung
„Ich bin Ausländer und das ist auch gut so“
Autor: Mahmood Falaki
Moderation: Veron Pereira

In dem im Sujet-Verlag erschienenen Kurzgeschichtenband „Ich bin Ausländer und das ist auch gut so“ skizziert der Autor auf humorvolle Art Begegnungen von Menschen verschiedener Kulturen. Mit ironisch distanziertem Blick beschreibt er komische Dialoge und Missverständnisse, die sich aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Protagonisten ergeben und zum Überdenken eingefahrener Sichtweisen und Vorurteile anregen. Die Geschichten handeln von den Banalitäten und Absurditäten des alltäglichen Lebens „Fremder“ in Deutschland. Bei aller Komik geht es jedoch auch ans Eingemachte: während der Lektüre der poetisch und klug erzählten Storys kann einem das Lachen manchmal im Halse steckenbleiben.

Mahmood Falaki, Schriftsteller und Dozent für persische Sprache und Literatur, wurde 1951 im Norden Persiens geboren. Er studierte Chemie und Biblio-thekswissenschaft im Iran und später Germanistik und Iranistik an der Universität Hamburg und promovierte über Goethe und Hafis.

Mahmood Falaki
Botic01

Lesung
Ca:13:00 Uhr, Raum 1
Auf den Spuren Martin Luthers
Autorin :Aleksandra Botic

Auf den Spuren Martin Luthers, mit Goethes Gedichten in den Gedanken, im Sturm des Krieges vom Wind verweht kommt Aleksandra Botic nach Frankfurt am Main. Sie integriert sich in der Künstlerwelt, gründet die Gruppe Farben International und findet hier ihre neue Heimat.

An der Immigrationsbuchmesse beteiligt sich Farben International mit der Kunstausstellung ,,Spüren“. In dieser Ausstellung verbindet die Künstlerin Aleksandra Botic ihre Professionalität mit jungen Talenten, beispielsweise der 15-Jahrigen Schülerin Ellie Vogel aus Mainz und der Hobbyfotografin Julia Müsgens, die mit ihrer Ausbildung zum Zeichnen und Malen gerade angefangen hat. Auch wird Farben International eine Lesung der Autoren des Kunstvereins veranstalten. Eröffnung der Kunstausstellung ,,Spüren“ am Freitag, den 10 Marz um 18:00 Uhr im Foyer

Dreizehn Autoren lesen aus ihren Büchern und Manuskripten.

Die Lesung findet am Samstag, den 11. März um 13:00 Uhr in Clubraum 1 statt.

Botic02
Kriegskinder02

Buchvorstellung:
Ca. 13 bis 13:45 Uhr, Raum 2
Titel: Kriegskinder Teil 1 Kriegskinder Teil 2
Die Lesung erfolgt in deutscher und in russischer Sprache.
Russischer Text: Elena Grinberg
Deutscher Text: Helmut Michele

Kriegskinder02

Das Günter-Feldmann-Zentrum wird von russisch jüdischen Migranten und von deutschen Senioren besucht. Sehr viele von Ihnen haben den zweiten Weltkrieg als Kinder erlebt. In den beiden Erinnerungsbänden Kriegskinder 1 und Kriegskinder 2 berichten diese über ihre oft sehr schwierigen Lebenserinnerungen aus dieser Zeit. Die Erinnerungstexte sind sowohl in russischer wie auch in deutscher Sprache verfasst. Die Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Glaubensgemeinschaften mussten am Anfang ihres Lebens schreckliche Erfahrungen machen, die bis heute noch nachwirken. Die schmerzlichen Erlebnisse aus der damaligen Zeit, die mitunter das Vorstellungsvermögen übersteigen, haben diese nachhaltig geprägt. Die Erinnerungen handeln von Feuer und anderen Gefahren, von Hunger, von Kälte und anderen schrecklichen Ereignissen, die sie als Kinder erleben mussten. Die Leiden und Erinnerungen, die von Zeitzeugen beschrieben werden, handeln aber auch von Solidarität, von seelischer Unterstützung, von Selbstaufopferung der nächsten Angehörigen für die Rettung von Minderjährigen. Diese beiden Erinnerungsbände bewahren die Vergangenheit für zukünftige Generationen auf, insbesondere für die Familien der Autoren. Die historischen Zeugnisse für alle Nachkommen mahnen uns gleichzeitig dazu, alles zu tun, um zu verhindern dass solche Katastrophen sich jemals wiederholen können. Den neuen Generationen muss der Auftrag weitergegeben werde, auf der ganzen Welt für den Frieden und gegen jedweden Anschlag auf die Menschenrechte zu kämpfen.

Taekwondo01

Taekwondo
Ca.14:15 bis 14:45Uhr, Großer Saal
Karlheinz Platz

Körperbeherrschung, Fitness, Selbstverteidigung. Vor allen Dingen Disziplin, Fairness, Kameradschaft über alle Länder und Grenzen hinweg. Dafür steht Taekwondo. Ein Sport den der Dojang Frankfurt e.V. seit 20 Jahren lehrt. Seit einem Jahr gibt es zusätzlich eine Kindergruppe mit Flüchtlingskindern aus der Flüchtlingsunterkunft ‚Alte Praunheimer Werkstätten ap2‘.

Dort unterrichte ich zwei Mal pro Woche und gebe auf der 6. Frankfurter Immigrationsbuchmesse einen kurzen Einblick in ein Taekwondo Training.

Taekwondo02
RegerLaut01

15 bis 15:45 Uhr, Raum 2
Buchvorstellung
„Reger Laut im Zwischenraum“
Autor: Francisco Cienfuegos
Moderation: Gerda Jäger

Lyrisch-musikalische Lesung (Lyrik: Francisco Cienfuegos, Gitarre: Ismael Alcalde).

Ein außerordentlich anregendes lyrisches Werk. Der transkulturelle Erfahrungshintergrund des Autors (Francisco Cienfuegos ist Spanier, lebt aber seit frühester Kindheit in Deutschland) schimmert immer wieder durch.

Das Buch thematisiert Begegnung, Entfremdung und die Suche nach sinnstiftender Identität in der Ambivalenz des Alltags, im diffusen zwischenmenschlichen Beziehungsraum. Das Spannungsverhältnis zwischen Nähe und Distanz, zwischen Angst und Liebe sowie sozialkritische Elemente stellen inhaltliche Eckpfeiler dar. Symbolträchtige Naturbetrachtungen bilden ferner eine Analogie zu innerpsychischen Landschaften. Über Sprache und Sprachkonstrukte wird ein ganzheitlicher Zusammenhang zwischen Mensch und Natur sowie zwischen Innen- und Außenwelt als dialektische Verknüpfung geschaffen. Dem Leser wird somit die Möglichkeit gegeben, ein anderes, ein bewussteres Verhältnis zu sich selbst zu „erspüren“. Innerhalb der stilistischen und inhaltlichen Vielfalt der Gedichte ist Neuentdeckung im Sinne einer Selbstentdeckung immer wieder möglich.

Statt Lösungen werden Szenarien entfaltet, die neue Betrachtungsweisen offen legen. Durch eine durchdachte und eindringliche sprachliche Intensität werden Metaphern gezeichnet, die tiefgründige Schichten der Psyche durchdringen.

Francisco Cienfuegos, geboren in Isla Cristina (Spanien). Er lebt in Offenbach und gehörte bis in die neunziger Jahre hinein der Autorengruppe „Spanische Poesie und Prosa in der Migration“ an – ein literarisches Projekt, das vom spanischen Staat gefördert wurde. Zahlreiche Lesungen sowohl in Spanien als auch in Deutschland. Wir stehen hier vor einem Dichter, der sich wie kaum ein anderer zwischen zwei Kulturen und Sprachen künstlerisch bewegt. Cienfuegos verinnerlicht die emotionale Tiefe und Struktur beider Sprachen und versteht es aus dieser Vielfalt zu schöpfen. In diesem transkulturellen literarischen Kontext entsteht eine besondere Form von impressionistischer lyrischer Ausdruckskraft, die für sich genommen eine eigene Stilkategorie darstellt.

www.milagualyrik.com

RegerLaut02
Kinder01

Ca. 15.30 bis 16 Uhr im Großen Saal
Kinderchor Praunheim

Der Kinderchor Praunheim wurde im Januar 2010 gegründet und erfreut sich seither eines großen und erfreulichen Zustroms. Ziel der Gründung war es, das Freizeitangebot für Kinder im Frankfurter Norden zu ergänzen und die Möglichkeiten musikalischer Früherziehung zu erweitern.

Dieses Angebot wird von derzeit etwa 60 begeisterten Kindern im Alter zwischen 3 und 12 Jahren wahrgenommen. In einer von Einzelkindern geprägten Zeit bietet der Kinderchor dabei eine gute Gelegenheit, in Kontakt mit Gleichaltrigen zu treten. Neue Freundschaften entstehen und bestehende Freundschaften können ausgebaut werden – gelebte Nachbarschaft also.

Dabei werden die gesanglichen Fähigkeiten in drei nach Alter aufgeteilte Gruppen durch die Chorleiterin Heike Kuhn entsprechend gefördert, wobei der Spaß am Singen und der spielerische Umgang damit immer im Vordergrund stehen.

Musikalisch werden im Abstand von 1-2 Jahren altersgerechte Musicals erarbeitet und aufgeführt. Ebenfalls zum Repertoire gehört aber neben klassischen Volksliedern auch zeitgemäße Chormusik, die sich auf Wunsch der Kinder immer wieder auch an der aktuellen Popmusik orientiert. Eine schöne Mischung, die sich bei Jungs und Mädchen, gleich welchen Alters, großer Beliebtheit erfreut.

Der Chor versteht sich als Angebot für alle Kinder. Wer Lust hat, ist jederzeit herzlich willkommen.

Folgende Lieder werden bei der Immigrationsmesse präsentiert:

„With a little help from my friends“
„Der Ohrwurm“
„World of Peace and Harmony“
„La Marmotte“

Kinder02

Bürgerdialog
16. bis 16:45 Uhr, Großer Saal
Themen: Bildung, Kultur, Wohnen, Asyl, Flüchtlinge und Integration
Moderation: Alexandra Müller-Schmieg

Nachdem uns nun interessierte Bürgerinnen und Bürger gebeten haben, zu diesem wichtigen Zeitpunkt, genau fünf Monate vor der Bundestagwahl, einen Bürgerdialog zu veranstalten, möchten wir diesem Wunsch gerne nachkommen und zwischen Vertretern der großen Parteien einen Nachmittag mit Vorträgen und Diskussionen durchführen. Im Mittelpunkt der Gespräche sollen die Themen Bildung, Kultur, Wohnen, Asyl, Flüchtlinge, Gewalt, Hass, Populismus und Integration stehen.

In Kürze beginnt die Bundestagswahl-Kampagne und drei Bundesländer haben Landtagswahl. Das gesellschaftliche Klima hat sich in den vergangenen Monaten erheblich verschlechtert, da Fremdenfeindlichkeit zunehmend salonfähig geworden ist und die Medien sich jeden Tag aufs Neue mit dem Thema befassen. Sie legen dabei oftmals den Fokus auf die Probleme –und nicht auf das Gelingende und so mancher Politiker beginnt somit eine schmutzige Kampagne gegen Zuwanderung, den Islam oder generell gegen Einwanderung. Aus diesem Grund möchten wir demokratischen Lokalpolitikern auf einer Podiumsveranstaltung die Gelegenheit geben, ihren Standpunkt darzulegen und sich den Fragen des Publikums zu stellen. Dabei ist insbesondere in den Blick zu nehmen, dass derzeit nicht nur das europäische Demokratieverständnis in einer tiefen Definitionskrise steckt. Aktuelle Wahlerfolge in den USA feuern rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien, wie die AfD in Deutschland, die UKIP in Großbritannien oder die France National in Frankreich an. Für die Lage von Migrant/innen oder Andersdenkender lässt uns diese Entwicklung das Schlimmste befürchten. Das Interesse an einer solchen Diskussion, welche den verschiedenen Parteien eine Chance gibt, ihre Positionen in der aktuellen Asyldebatte sowie anderen Themen, zu vertreten und den Bürgern nahezubringen, ist insbesondere unter den Besuchern der Immigrationsbuchmesse sehr groß.

Es diskutieren: Turgut Yüksel (SPD), KLAUS D. SCHULZE (Die Linke), Bastian Bergerhof, (die Grünen),

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Lesung: Raum-1, ab 16 Uhr
eine Lesung der besonderen Art: "Die schönen Unterschiede".
“Frankfurt spricht viele Sprachen – auch Serbisch“
Moderation: Diana Pijetlović

Schriftstellerverein Sieben e. V.

Im Rahmen der Frankfurter Immigrationsbuchmesse veranstalten die Mitglieder des Schriftstellervereins "Sieben" e. V. am Samstag, den 11. März mit Beginn um 16 Uhr eine Lesung der besonderen Art: "Die schönen Unterschiede".

“Frankfurt spricht viele Sprachen – auch Serbisch“

Die serbische Diaspora stellt ihre Poesie und Prosa zweisprachig vor.

Wir freuen uns Sie persönlich als unsere Gäste begrüßen zu können.

Neben literarischer Darbietung in Deutsch und Serbisch, erwarten Sie eine musikalische Umrahmung, eine Ikonen Ausstellung sowie auserwählte Spezialitäten aus Serbien. Wir freuen uns auf Sie!

Mitwirkende Künstler: Ruža Mijović-Šorić, Dichterin, Gesang und Ikonenmalerin, Aleksandra Botić, Künstlerin und Dichterin, Diana Pijetlović, Schriftstellerin, Zlata Ikanović, Dichterin, Maja Wu, Schriftstellerin, Ljubiša Simić, Dichter, Aleksandar Saša Jovanović, Dichter, Milorad Miki Milenković, Künstler und Dichter, Pero Marčeta, Dichter, Nisvetu Grabovac Šabić, Schriftstellerin, Ljubiša Stanković - Tiša, Dichter, Dr. Dobrivoje Bošković, Dichter und Musiker, Gordana Pirel-Zejnelagić, Dichterin, Kira Iorgovanu-Mantsu, Dichterin u.a.

Schriftstellerverein Sieben e. V.

Frankfurt/M., Mail: kontakt@sedmica.de

Der Schriftstellerverein "Sieben" besteht seit 1995. Er ist ein Forum für Schriftsteller serbischer Sprache. Er dient dem Kulturaustausch über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Beteiligung an den Buchmessen in Frankfurt und Belgrad, sowie der Frankfurter Immigrationsbuchmesse und regelmäßgige Lesungen sind ein wesentlicher Teil seiner Aktivitäten. Ljubiša Simić, Vorsitzender Tel.: 0157-54694170

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Mohani Tanpura

17 bis 17:45 Uhr Großer Saal
Buchvorstellung
„Vinay Sarita – Fluss der spirituellen Gesänge“
Autorin: Dr. Mohani Heitel

Das Buch der spirituellen Lieder der aus Indien stammenden Autorin trägt den Titel Vinay Sarita. In der Sprache Hindi bedeutet „Vinay“ Gebet und „Sarita“ Fluss. Vinay Sarita bedeutet Fluss der spirituellen Gesänge. Die Seele des Menschen wird nach indischer Weltanschauung als „Atman“ bezeichnet, die in der Allseele (Paramatman) oder Gott ihren Ursprung hat. Daher strebt der Mensch danach, mit seinem Ursprung verbunden zu sein wie ein Fluss, der schließlich ins Meer mündet. Sein Wasser bietet den Lebewesen die Möglichkeit, ihren Durst zu stillen, sich zu reinigen, und sich darin zu erfrischen. Der Anblick des dahinfließenden Urelements des Lebens beruhigt das Gemüt, weshalb der Mensch gerne einen Moment an seinen Ufern verweilt. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Fluss der spirituellen Gesänge.

Dr. Mohani Heitel wurde in Nordindien geboren. Seit ihrer Jugend galt ihr Interesse dem Singen von Mantras und spirituellen Liedern. Während ihrer langjährigen Arbeit als Ärztin integrierte sie die Wirkung von Mantras in ihrer therapeutischen Arbeit. Ihr Buch „Die heilenden Klänge der Mantras“ umfasst Wissenswertes zu diesem Thema. Sie schrieb auch zahlreiche Gesänge in der Sprache Hindi, die ins Englische und ins Deutsche übersetzt wurden und in dem Buch „Vinay Sarita“ zusammengefasst sind. Beiden Büchern ist eine Begleit-CD beigefügt. Die Autorin wird einige Gesänge live vortragen und sich dabei auf dem Instrument Tanpura begleiten.

www.smirti.de oder www.druvay.de

Gesaenge01
Dr. phil. Türkân Kanbıçak

18 bis 18:45 Uhr, Großer Saal
Buchvorstellung und Vortrag
„Was ist Dschihadismus? Und wie damit umgehen?“
Autorin: Dr. phil. Türkân Kanbıçak, vom Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums in Frankfurt am Main
Moderation: Dr. Susanne Czuba-Konrad

Der Terror des sogenannten islamischen Staats hält die ganze Welt in Atem und bildet gegenwärtig wohl größte Herausforderung für uns alle. Das Phänomen des dschihadistischen Terrors hat vielfältige Ursachen und droht zum Dauerunruheherd zu avancieren. Internationale wirtschaftliche und machtpolitische Zielkonflikte sind in ihren historischen Entstehungskontexten und Austragungsformen kaum noch voneinander zu trennen. Besonders irritierend und beängstigend ist hierbei die Rekrutierung dschihadistischer „Gotteskrieger“. Wie kommt es dazu, dass sich junge Menschen diesen Zirkeln anschließen und sich für deren Zwecke instrumentalisieren lassen und dafür ihren und den Tod unzähliger Menschen beabsichtigen? Welche Narrative wird zur Rekrutierung verwendet und welche Rolle spielt der Antisemitismus bei der Mobilisierung von Sympathisanten und Terroristen.

Der Vortrag versteht sich als Impulsreferat für eine anschließende Diskussion und versucht, einen kurzen Einblick in internationale Verflechtungen und Zielkonflikte des Dschihadismus und psychosoziale Motive politisch-religiöser Extremisten zu ermöglichen.

Dr. phil. Türkân Kanbıçak, Berufsschullehrerin in Frankfurt am Main. Lehrbeauftragte der Hochschule Fulda im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften. Arbeitsschwerpunkte: Judentum und Islam, Antisemitismus und Islamophobie, mediale Konstruktion des Fremden, Biografie und Migration. Koordinatorin Berufliche Schulen.

Dschihadismus02
Karlheinz Platz

Lesung und Buchvorstellung:
Ca: 19:00 bis 19:45Uhr, Clubraum 2
Titel des Buches: Komm, steig ein
Autor: Karlheinz Platz
Moderation: Sybille Vogl

Zusammenfassung:

Eine Kindheit und Jugend in Frankfurt am Main zwischen 1956 und 1975. Zufälle entscheiden auf teils dramatische Weise über das Leben eines Jungen in den 60-iger Jahren. Nüchtern und überraschend spannend wird eine autobiographische Geschichte erzählt.

Eine junge Familie in der Blütezeit Nachkriegsdeutschlands, in der es scheinbar keine Vergangenheit gibt. Aber der 2. Weltkrieg liegt wie ein unsichtbarer Schatten über dem neuen Leben. Die Mutter von zwei Kindern wurde aus der Heimat vertrieben, der Vater ist knapp dem Vernichtungsprogramm der Nazis und anschließend dem Tod als Soldat entkommen. Die Kinder erfahren nichts von dem tragischen Schicksal der Eltern. Bis auf wenige Andeutungen bleibt es anscheinend für immer deren Geheimnis.

Das vergangene Leid der Eltern als unsichtbare Last tragend, wächst der Junge am Rande der Stadt auf. Das sorgenfreie Leben im Wirtschaftswunder bekommt Risse, etwas drängt ihn aus der Sicherheit der Friedenszeit hinaus in selbstgewählte Gefahren.

Kindheitseindrücke zeigen in der Erinnerung bunt zusammen gewürfelte Flüchtlinge in der Nachbarschaft. Eine Neubausiedlung bietet ihnen eine neue Heimat. Ihr Leben ist geprägt von Unzufriedenheit, Abgrenzung und Neid. Auch die Kinderfreundschaften leiden darunter.

Dramatische Zufälle entscheiden über das Leben des Jungen in den 60-iger Jahren. Bis es zu einer Entscheidung über Leben und Tod kommt.

Komm, steig ein“, ist eine Aufforderung das Leben leichthin ohne Vergangenheit zu genießen. Sachlich und überraschend spannend wird eine autobiographische Geschichte erzählt, die das vergangene Grauen jedoch erahnen lässt.

Die Andeutungen der Eltern bringen den Erwachsenen zu Recherchen, die zu einer ergreifenden Erzählung über die Zeit zwischen 1939 und 1945 führen. Sie macht deutlich, welche Leistung es war, nach dieser schrecklichen Zeit, zu einem geregelten, kleinbürgerlichen Leben zu finden und eine Familie zu gründen.

Wer dieses Buch liest, verspürt einen Drang zum Aufschreiben der eigenen Geschichte.

Karlheinz Platz wurde am 04. Februar 1956 in Frankfurt am Main geboren. Über den zweiten Bildungsweg studierte er Elektrotechnik und arbeitete bis 2015 als Informatiker. Nun widmet er sich ganz dem Schreiben und der Musik.

Cover

Für die Inhalte sämtlicher im Programm enthaltener Texte sind ausschließlich die Veranstalter, die Autoren bzw. die Verlage selbst verantwortlich. Bei diesem Plan handelt es sich um ein vorläufiges Konzept, das im Wesentlichen so stattfinden soll. Der zeitliche Ablauf ist natürlich nicht minutiös planbar, daher könnte es zu kleinen, zeitlichen Verschiebungen kommen. Wir bitten um Verständnis. Diskussionen sind mit den Autoren möglich. Veränderungen im Programm sind vorbehalten. Bis 15. Februar kann das bestehende Programm noch um weitere Programmpunkte ergänzt werden, da noch immer täglich Anfragen von Verlagen gestellt werden. Auch von Autoren, Künstlern und Organisationen kommen weiterhin Anfragen, ihre Werke zu präsentieren. Hamidul Khan (Vorsitzender der Deutsch-Bengalischen Gesellschaft) wird mit einem Abschlusswort die Veranstaltung beenden.