Programm am Freitag, den 10. März 2017

Am Freitag, den 10.03.2017
Einlass 14 Uhr
Ablauf des Nachmittags und Abends
Veranstaltungsleiter ist Karlheinz Platz
Moderation: Alexandra Müller-Schmieg, Dr. Susanne Czuba-Konrad, Sybille Vogl, Gerda Jäger, Sarmin Ullah, Dr. Sigrun Müller, Karlheinz Platz, und Hamidul Khan, Sumeet Anand

Übersicht

Meyomesse

Lesung: Ca: 15:00 bis 15:30Raum-1
Ennoh Meyomesse liest aus seinem politischen Werk
Moderation: Dr. Sigrun Müller

Enoh Meyomesse ist ein Autor, Historiker und politischer Aktivist aus dem Süden Kameruns. Wegen seiner Kritik am korrupten Herrschaftssystem in seinem Heimatland wurde er dort vielfach verfolgt und 2010 beschuldigt, an einem versuchten Staatsstreich teilgenommen zu haben. Da sich seine Teilnahme an diesem Ereignis jedoch nicht belegen ließ, wurde er nicht verhaftet, aber daran gehindert, das Land zu verlassen. Aufgrund seines ungebrochenen Einsatzes für Demokratie wurde er jedoch Ende November 2011 in Einzelhaft verbracht, anschließend kam er, bis im April 2015 seine Unschuld erwiesen war, in ein Zentralgefängnis.

Seit Oktober 2015 lebt Meyomesse in Darmstadt, seit 2016 ist er Stipendiat der Elsbeth-Wolffheim-Stiftung. Über seine Erlebnisse hat er zahlreiche politische Essays und Gedichte verfasst, zwei seiner Bücher sind in deutscher Sprache erschienen. Der Frankfurter Journalist Peter Hauff wird den von Enoh Meyomesse während der Immigrationsmesse in der französischen Sprache gelesenen Text übersetzen.

Enoh Meyomesse liest ein Kapitel aus seiner Erzählung „Tagebuch eines illegalen Einwanderers aus Afrika“. Es handelt von einem jungen Schwarzen aus einer fiktiven afrikanischen Republik, der sich ein besseres Leben in Europa erhofft und mit gefälschten Papieren ausreist. Meyomesse schildert die schmerzhafte und gefährliche Odysee aus der Perspektive des jungen Mannes, der auf seinen Reisen zahlreichen Strapazen ausgesetzt ist. Auf diese Weise möchte er auf die Not und die Fluchtursachen afrikanischer Migranten aufmerksam machen, die für sich in ihrer Heimat aus unterschiedlichen Gründen keine Zukunft sehen.

Meyomesse Cover
Literaturclub01 Literaturclub001 Literaturclub002

Lesung: Ca: 15:45 bis 16:30Raum-1
Buchtitel: Literaturclub der Frauen aus aller Welt e.V.
Autorinnen: Katharina Eismann, Elizaveta Kuryanovich, Tamara Labas
Moderation: Dr. Sigrun Müller
Buchvorstellung

Zusammenfassung:

Der „Literaturclub der Frauen aus aller Welt e.V.“ stellt dieses Jahr seine Lyrikerinnen vor. Katharina Eismann, Elizaveta Kuryanovich und Tamara Labas spüren dem Dasein zwischen den Grenzen und den Heimaten nach, wo immer auch das Ich sich verliert, hin sehnt, findet und bestenfalls bettet. Im Anschluss an die Lesung ist ein Austausch mit dem Publikum erwünscht. Dauer ca. 30 Minuten.

Katharina Eismann wurde in Temeswar/Rumänien geboren. Veröffentlichungen in Anthologien. Text-Klang-Experimente mit Weltmusik, Jazz. Ihr Lyrikband „Das Paprikaraumschiff“ erscheint 2017 im Größenwahn Verlag.
Homepage der Autorin: http://www.katharinaeismann.de/

Elizaveta Kuryanovich kommt aus Sankt Petersburg. Sie schreibt Gedichte und Prosa in Russisch, Deutsch und Englisch. Veröffentlichungen in Anthologien.

Tamara Labas wurde in der kroatischen Hauptstadt Zagreb geboren. Sie ist Vorsitzende des „Literaturclubs der Frauen aus aller Welt“. Ihr Lyrikband „zwoelf“ erscheint am 13. April 2017 im Größenwahn Verlag.
Homepage der Autorin: http://www.tamara-labas.de/

Literaturclub der Frauen aus aller Welt e.V. ist ein Begegnungsort für schreibende Frauen aus verschiedenen Herkunftsländern, die Deutsch als ihre Literatursprache gewählt haben. Wenn auch aus einer Schreibwerkstatt für Migrantinnen im Jahr 1997 hervorgegangen, wird der Club ebenso durch Frauen bereichert, deren Muttersprach Deutsch ist. Der Literaturclub kooperiert mit dem Größenwahn Verlag. Die nächste literarische Anthologie mit Erzählungen wird im Januar 2018 erscheinen.

Homepage: http://www.literaturclub-frauen.de/, Homepage Verlag: http://groessenwahn-verlag.de/

Literaturclub02 Literaturclub003 Literaturclub004 Literaturclub005
Fr1630irinaharlamova

Lesung: Ca: 16:30 bis 17:00 Raum 1
Autorin: Irina Harlamova
Moderation: Sumeet Anand

Irina Harlamova ist eine junge Autorin, sie kommt ursprünglich aus Moldawien und lebt seit 2011 in Deutschland. Ihre Muttersprache ist Russisch, in dieser Sprache schreibt sie auch die meisten ihrer Texte, die sie dann ins Deutsche übersetzen lässt. Vor ungefähr sechs Jahren hat sie angefangen zu schreiben. Sie schreibt Kurzgeschichten, die von Musik inspiriert sind. Sie entwickelt ihre Ideen in Romanen und in einem Drehbuch, an dem sie zurzeit hauptsächlich arbeitet. Themen rund um zwischenmenschliche Beziehungen, besonders Beziehungen zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten, Beziehungen innerhalb der Familie, Liebe und Freundschaft, verarbeitet sie in ihrer Literatur. Als Irina im Jahr 2011 in Deutschland angekommen war, hat sie an der Hochschule Heilbronn Tourismus studiert. Heute würde sie gerne ihre Erfahrungen und ihre ersten Eindrücke über Deutschland mit uns teilen. Zum Schluss liest sie eine ihrer Kurzgeschichten aus der Sammlung „Musikalische Mini-Skizzen“.

Fr1700MartinaFeldmayer

Ab 17 Uhr Eröffnung der Ausstellungen

Martina Feldmayer hält eine Begrüßungsrede für die Austellung Wahrheitskämpfer. Sie ist Landtagsabgeordnete der Grünen

Im Foyer sollten abwechselnd deutsche und ausländische Künstler spielen.

Jeder Aussteller sollte 2-3 Minuten über seine Ausstellung berichten.

Gisela Nyman spielt Akkordeon und singt

ältere Dame
REZAMINKA

17 Uhr REZAMINKA

Die persisch-deutsche Gruppe REZAMINKA ist eines von mehreren Ensembles des Musikprojekts www.bridges-musikverbindet.de , welches sich zur Aufgabe gemacht hat, geflüchtete und einheimische Musiker zusammenzubringen. Zunächst bestand REZAMINKA aus den Musikern Reza Rostami (Djembe/Darbuka), Amin Bentoraif ( Djembe/Darbuka ) und Monika Plottnik ( Djembe ); aus den drei Vornamen leitete sich der Name der Band ab. Monika Plottnik hat die beiden versierten persischen Trommler während ihrer ehrenamtlicher Tätigkeit in einer Erstaufnahmeeinrichtung für geflüchtete Menschen “entdeckt” und im Winter 2015 zu dem gerade in der Entstehung begriffenen Musikprojekt “Bridges” gebracht.

Nach einem erfolgreichen Konzert aller Bridges-Musiker sowie auch der einzelnen Ensembles am 19.04.2016 im HR-Sendesaal hat Reza Rostami zwei weitere Musiker für die Band gewinnen können: Sajad Ranjbari Kolui bereichert die afrikanischen, arabischen und persischen Trommelrhythmen (Bandari) mit seiner Ney Anban (eine Art persischer Dudelsack) und Paiman Khodaie, der schon seit seiner Kindheit singt und bereits im Iran aufgetreten ist, springen in den persischen Liedern über Freundschaft, Liebe, Glück und über das Meer mühelos eine Oktave nach oben und wieder zurück.

Das nunmehr fünfköpfige Ensemble hat 2016 bei mehreren Straßenfesten, Einweihungen von sozialen Einrichtungen, sowie in Kirchen im Rhein-Main-Gebiet (auch im Frankfurter Dom) gespielt und hat u .a. die interkulturellen Wochen in Offenbach musikalisch eröffnet. REZAMINKA wird immer wieder auch für private Veranstaltungen gebucht.

Auch in diesem Jahr (am 19.04.2017) werden das gesamte Bridges-Orchester sowie die einzelnen Ensembles (unter ihnen auch REZAMINKA) wieder im großen HR-Sendesaal in Frankfurt am Main auftreten.

Karten können unter www.bridges-musikverbindet.de reserviert werden. Das Konzert wird am 09.05.2017 in Wiesbaden ( Schlachthof ) wiederholt.

Video

Kartick

Baul Musik
Sänger: Kartik Das Baul
Instrument: Khomok, ein Saiteninstrument

Kartik das Baul ist indischer Staatbürger und bengalischer Baul-Sänger. Er spielt Baul-Lieder von Guru Lalon Shah. Lalon Shah (ca.1770-1890) besaß nur eine geringe Bildung, doch mit seinen Liedern über Frieden und Menschenrechte entfaltete er eine große Wirkung. Seine Friedensbotschaft, die die UNESCO als weltkulturelles Erbe anerkannt hat, ist noch heute plausibel und aktuell. In Bangladesch und Indien ist er noch immer populär, und sein Werk beschäftigt Wissenschaftler auch im europäischen Raum.

Die Ablehnung religiöser Intoleranz ist fester Bestandteil der von Lalon Shah geprägten Baul-Philosophie. Ebenfalls abgelehnt wird die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Kastenzugehörigkeit. „Die höchste Liebe kennt keinen Kastenunterschied”, heißt es in einem seiner Lieder. In seinen zahlreichen Gedichten und Liedern spiegelt sich die Sehnsucht nach einer friedlichen Koexistenz der unterschiedlichen Kulturen und Religionen.

Bei der Baulmusik handelt es sich um traditionelle bengalische, also indische Musik, bei der spezielle Musikinstrumente, die ohne Elektroverstärkung arbeiten, zum Einsatz kommen.

Kartik Das Baul ist während der Eröffnung bei der Immigrationsbuchmesse anwesend.

Baul rechts
Werkstatt01 Werkstattli

Ca. 18:Uhr, im großen Saal
Ab 18:Uhr übernimmt die Moderation Alexandra Müller-Schmieg und Sumeet Anand

Die "Interkulturelle Werkstatt e.V."

Gemeinsam - im Austausch - transkulturell ,

zeigt bei der Eröffnung der Immigrations-Buchmesse,

Freitag, 10.03.2017 um 18 Uhr, Ausschnitte aus ihrem Programm 2016: Tanztheater: „Mein Name ist Mensch". Was verbindet uns über alle Herkunft, Kultur, Nationalität hinweg einfach dadurch, dass wir Menschen sind?

Werkstatt02 Werkstattre
Gabrielle

18:20 bis 18:30Uhr
Gabrielle Draudt singt englische, deutsche und französische Lieder.

Gabrielle Draudt: Temperamentvolle und charmante Sängerin mit 5 Auszeichnungen

Gabrielle ist gebürtige Frankfurterin und verfügt über eine mehrjährige Gesangs-/Schauspiel- und Tanzausbildung. Sie verzaubert ihr Publikum mit französischen Chansons von Edith Piaf, und Michel Legrand. Zu ihrem Repertoire gehören aber auch Lieder aus früheren Zeiten von Mireille Matthieu, Doris Day, Marilyn Monroe, Hildegard Knef oder auch "Diven"-Songs wie Barbra Streisand, Shirley Bassey, Celine Dion etc.

Sie erhielt in den letzten Jahren folgende Auszeichnungen:

- Fachmedienpreis Entertainment 2009 und Chansons 2015
- Deutsche Show Preis Trophäe 2009 und 2016
- Internationaler Showpreis 2010

Programm Immigrationsbuchmesse 2017:

1. La Mer Charles: Trenent
2. La Vie en Rose: Edith Piaf
3. Non, je ne regrette rien: Edith Piaf

Gabrielle02
SafiyeCan

18:30 bis 18:40Uhr, Safiye Can

Zur Eröffnung der Frankfurter Immigrationsbuchmesse liest die bekannte Dichterin und Bestsellerautorin Safiye Can. Geboren als Kind tscherkessischer Eltern in Offenbach am Main, Studium der Philosophie, Psychoanalyse und Rechtswissenschaft an der Goethe Universität in Frankfurt am Main. Else Lasker-Schüler-Lyrikpreis und AMF-Preis für aufrechte Literatur. Aktueller Lyrikband: Kinder der verlorenen Gesellschaft, Wallstein, 2017
www.safiyecan.de

18:45 Uhr
Kartik das Baul , Lalon Lieder (Gesang und Khomok)

Offizielle Eröffnung der Buchmesse:
Freitag, 10.03., 19 Uhr

Um 19:00 Uhr, wird die 6. Frankfurter Immigrationsbuchmesse eröffnet von Herrn Hamidul Khan, Vorsitzender der Frankfurter Immigrationsbuchmesse e. V

Redebeiträge:

  • Der Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Frankfurt, Stephan Siegler
  • Integrationsdezernentin der Stadt Frankfurt am Main Sylvia Weber
  • Frankfurter Immigrationsbuchmesse Karlheinz Platz

Verleihung des „Immigrationsbuchmesse-Buchpreises“

Verleihung des „Immigrationsbuchmesse-Integrationspreises“

P r e i s e

Buchpreise: Beatrice Onyegbule-Onyele (Aus Nigeria)
Buchpreise: Pitt von Bebenburg und Matthias Thiem (Aus Deutschland)
Integrationspreis: IGS - Eschersheim

FR1700caro_presse_1

Caro Konrad spielt Nach der Preis Vergabe

Caro Konrad

Die 1980 geborene Singer-Songwriterin sieht das Schreiben als Weg zu sich selbst, als Waffe gegen die Angst, die uns täglich davon abhalten will, unseren Weg zu gehen.

Ihre Songs entstehen am Küchentisch in ihrem kleinen Offenbacher Hinterhofversteck, manchmal sind es Tagebucheinträge, „die eigentlich sonst keiner lesen sollte“, manchmal gesellschaftskritische Flugblätter, auf denen der Wunsch nach einem freien Leben mehr als deutlich geschrieben steht.

Caro Konrad veröffentlichte ihr erstes Album „Ausreise“ noch unter dem damaligen Bandnamen „Radio Caroline“.

Gemeinsam mit dem Frankfurter Musiker Tobias Belschner nahm sie das Livealbum "Bis ans Meer" auf, welches im Februar 2017 erscheinen wird.

www.carokonrad.me

FR1700_02

Ablauf des Kulturprogramms:

20:00 Uhr, Auftritt einer indischen klassischen Tempeltanzgruppe

20:20 bis 20:45 Uhr, Ilka Bauersachs Gesang und Thomas Peter-Horras Klavier

Tempeltanzgruppe

20:00 Uhr,
Auftritt einer indischen klassischen Tempeltanzgruppe

Fr2000BauersachLi01

Ca.20:20 bis 20:45 Uhr, Im Saal
Bertolt Brecht – Hanns Eisler
Lieder aus dem Exil
Ilke Bauersach Gesang und Thomas Peter-Horras Klavier

Bertolt Brecht und Hanns Eisler flüchteten nach der „Machtübernahme“ der Nationalsozialisten ins Exil. Ihre Flucht führte sie zunächst ins europäische Ausland und später nach Amerika, wo sie geduldet, aber nicht besonders willkommen waren.

Ilka Bauersachs und Thomas Peter-Horas interpretieren eine Auswahl von Liedern, die in der Zeit dieses Exils entstanden.

Die Sopranistin Ilka Bauersachs arbeitet seit einigen Jahren mit dem Pianisten Thomas Peter-Horas zusammen. Schwerpunkt sind Lieder von Brecht und Tucholsky, sowie eigene Kompositionen von Thomas Peter-Horas. In ihrem aktuellen Programm „Ich hab`meine Tante geschlachtet“ präsentieren sie Moritaten und Bänkellieder aus drei Jahrhunderten, u.a. von Frank Wedekind, Bertolt Brecht. Joachim Ringelnatz und Christian Morgenstern.

Für die Inhalte sämtlicher im Programm enthaltener Texte sind ausschließlich die Veranstalter, die Autoren bzw. die Verlage selbst verantwortlich. Bei diesem Plan handelt es sich um ein vorläufiges Konzept, das im Wesentlichen so stattfinden soll. Der zeitliche Ablauf ist natürlich nicht minutiös planbar, daher könnte es zu kleinen, zeitlichen Verschiebungen kommen. Wir bitten um Verständnis. Diskussionen sind mit den Autoren möglich. Veränderungen im Programm sind vorbehalten. Bis 15. Februar kann das bestehende Programm noch um weitere Programmpunkte ergänzt werden, da noch immer täglich Anfragen von Verlagen gestellt werden. Auch von Autoren, Künstlern und Organisationen kommen weiterhin Anfragen, ihre Werke zu präsentieren. Hamidul Khan (Vorsitzender der Deutsch-Bengalischen Gesellschaft) wird mit einem Abschlusswort die Veranstaltung beenden.