Bild

Grußwort zur Immigrationsbuchmesse 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vorurteile entstehen, wenn Menschen Angst voreinander haben und Angst haben sie, wenn sie sich nicht kennen, nicht miteinander kommunizieren. Das wusste bereits Martin Luther King, dem die Frankfurter Immigrationsbuchmesse gewidmet ist, und so trägt der Grundgedanke der Symbiose aus Literatur und interkulturellem Austausch bis heute: Ein gemeinsames Miteinander entsteht durch wechselseitige Anteilnahme, Wissen übereinander und Öffnung füreinander.

Auch in ihrem sechsten Jahr ist die Immigrationsbuchmesse ein Ort der Begegnung und der Verständigung und unterstreicht auf faszinierende Weise das kreative Potenzial einer kulturell vielfältigen Gesellschaft. Die dreitägige Veranstaltung mit Lesungen, Buchvorstellungen, Ausstellungen, Diskussionen, Theater, Vorträgen, Tanz und Musik aus aller Welt ist eine Bereicherung für die Literatur- und Messestadt Frankfurt und ein fester Bestandteil des jährlichen Kulturprogramms im Rhein-Main-Gebiet. Gleichzeitig ist sie Ausdruck der für Frankfurt typischen Souveränität im Umgang mit Verschiedenheit und damit für viele Menschen, ganz bodenständig, einfach ein Stück Heimat.

Mein besonderer Dank gilt dem vielfältigen Team der Organisatorinnen und Organisatoren der Immigrationsbuchmesse. Mit ihrem Engagement stärken sie die demokratische Kultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer Zeit, in der Ressentiments und Nationalismus wieder um sich greifen. Sie werden also heute mehr denn je gebraucht.

Ich wünsche den Veranstaltern, den Unterstützern sowie den zahlreichen Besucherinnen und Besucher viel Freude und gute Gespräche auf der Frankfurter Immigrationsbuchmesse 2017.