Immigrationsbuchmesse 2015

Eröffnungsveranstaltung


Minister Boris Rhein und Hamidul Khan

 


Prof. Dr. Felix Semmelroth

 


Dr. Dr. Michel Friedman

 


Manuel Stock

 


Christiane Schubring

 

Golam Mostofa aus London

 

Stadt der Vielfalt – Frankfurter Immigrationsbuchmesse 2015

Wir widmen die diesjährige Immigrationsbuchmesse Mahatma Gandhi

Gast-City ist unsere Nachbarstadt Darmstadt

 

20. - 22. März 2015 (Eröffnung: Freitag, 20.3., 17 Uhr - nur geladene Gäste!

Samstag und Sonntag

ab 12 Uhr für ein breites Publikum)

Der Eintritt zu den Lesungen ist frei.

 

im Saalbau Titus-Forum im NordwestzentrumHeddernheim,

Walter-Möller-Platz 2, 60439 Frankfurt a.M.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Frankfurter Immigrationsbuchmesse, die vom 20.-22. März 2015 zum vierten Mal stattfindet, soll sich zum festen Bestandteil des jährlichen Kulturprogramms im Rhein-Main-Gebiet entwickeln. Unter der Prämisse „Stadt der Vielfalt“ stellen sich in der Literaturstadt Frankfurt Literaturschaffende aus dem interkulturellen Bereich vor.

 

Unser Ziel ist nicht nur ein friedliches Neben- und Miteinander der verschiedenen Kulturen und ein Plädoyer für die friedliche Koexistenz der Angehörigen unterschiedlicher Nationen, sondern vielmehr auch das Bewusstmachen, dass die deutsche Kultur durch die Immigration noch mehr bereichert wird.

 

Wir laden Sie hiermit für Freitag, den 20. März 2015, um 17 Uhr, zur Eröffnung der Veranstaltung ein.

 

Der Schirmherr der Veranstaltung, der Minister für Kultur und Wissenschaft,

Herr Boris Rhein, hält die Eröffnungsrede.

 

Weitere Gäste und Redner sind der Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, Prof. Dr. Felix Semmelroth, sowie der renommierte Journalist und Rechtsanwalt Dr. Dr. Michel Friedman, Manuel Stock (Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen im Stadtparlament), Christiane Schubring (Stadtverordnete der CDU), Helga Dörhöfer (Stadtverordnete Bündnis 90 / Die Grünen) sowie Hamidul Khan (Vorsitzender der Deutsch-Bengalischen Gesellschaft).

 

Anschließend gibt es ein buntes Kulturprogramm.

 

Es wäre sehr hilfreich, wenn Sie uns bis spätestens 28 Februar 2015 Bescheid geben könnten, ob Sie teilnehmen werden, weil wir einen kleinen Sekt- u. Saft-Umtrunk sowie Snacks organisieren möchten. Wir würden uns sehr freuen, Sie zu diesem Anlass begrüßen zu dürfen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Alexandra Müller-Schmieg, Florindo Di Lucente, Karlheinz Platz,

Hamidul Khan  und Reinhard Wehber

 

Moderation: Alexandra Müller-Schmieg und Sarmin Ullah

Diese Veranstaltung ist nur für geladene Gäste.

Anmeldung unbedingt (maximal 2 Personen): E-Mail: hamidul.khan@gmx.de,

Tel: 069 / 58 94 47, Mobil: 0151 / 23333 502

Weitere Informationen: www.immigrationsbuchmesse.de

Ablauf des Kulturprogramms: Auftritt einer Sängerin Julia Evangelista Catena, Auftritt einer spanisch-südamerikanisch-deutschen Flamenco-Tanzgruppe (Pasión Flamenca ), Bengalischer Tanz, einer indisch-klassischen Tanzgruppe ( Layam), sowie einer galicischen Tanz und Musik Gruppe ( Follas Novas).

 

Programm für Samstag, den 21 März 2015

 

Gedicht und Lesung

Ab 11 Uhr, Clubraum 2

Von Alexia Diamantopoulos und Olaf Grau

Moderation: Melina Korn

 

Alexia Diamantopoulos wurde am 03.03.1989 in Frankfurt am Main geboren. Die Eltern stammen aus Korfu (Griechenland). Von Geburt an litt Alexia an Neurofibromatose. Im Januar 1996 erlitt sie einen Schlaganfall, dessen Folge eine halbseitige Lähmung war.

Alexia besuchte zunächst die öffentliche Regelschule, nach dem Schlaganfall, von 1997 bis zum Jahre 2004 die Viktor-Frankl-Schule, eine Schule für Körperbehinderte und von 2005-2007 eine anthroposophische Schule.

Da sie sich sehr für Kunst interessierte, nahm sie an diversen Kunst-Kursen der Malakademie in Frankfurt teil. Sie besuchte die Kinder-Kunstschule von Frau Neuroth in Frankfurt-Bockenheim und nahm an der Book-Town-Veranstaltung in Frankfurt teil. Das Buch, mit dem die Kinder-Kunst-Schule teilgenommen hatte und an dem sie die Vorderseite (Buchdeckel) des Buches gestaltet hatte, wurde später bei Ebay versteigert (mit der Buchskulptur Nr. 44 www.cityforum-profrankfurt.de/projekte/frankfurtbook-town/versteigerung).

Alexia Diamantopoulos schreibt Gedichte und kleine Kurzgeschichten. Eine ihrer Poesien wurde bereits in der Lokalpresse veröffentlicht.

 

Olaf Grau, geboren 1964 in Dortmund, machte 1983 das Abitur in Wiesbaden. Von 1983 - 1985 absolvierte er seinen Zivildienst, woraufhin 1985 - 1990 ein Medizinstudium folgte. Im Jahr 1987 erlitt er bei einem Autounfall ein Schädelhirntrauma. Anschließend Rehabilitation. 1994 - 1996 Versuch des Studiums der Sozialarbeit. In den Jahren 2001 - 2009 betätigte er sich ehrenamtlich als „Gesellschafter“ im Haus Aja-Textor-Goethe. Seit 2010 ehrenamtliche Beschäftigung in der Christuskirche. 2014 Veröffentlichung seines ersten Gedichtbandes. Er bezeichnet seine Gedichte als Spontanlyrik. Seit 1989 lebt Olaf Grau in Frankfurt am Main.

Beide Autoren haben einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten gehabt. Ihre Poesien sind zum Teil auch Ausdruck ihres Leidenswegs, aber auch ihrer Hoffnung und ihres Optimismus.

 

 

Lesung:

Ca. 12 Uhr, Großer Saal

 

GERMANYA. In zwei Sprachen sprechen.

 

Lesung mit Diskussion über Situation der Migranten des Hörbuchverlages „Libroletto“:

„Kofferkinder“ einst, heute Flüchtlingskinder alle denken und sprechen in zwei Sprachen.

Texte von Hilal Sezgin, Galsan Tschinag und Zafer Senocak.

Gelesen von Ria Raphael (hr2-Moderatorin).

„Wer die »Integrationsdebatte« nicht mehr hören kann, wem die Sonntagsreden der Politiker über »unsere ausländischen Mitbürger« zum Hals heraushängen und wer wissen will, warum Kultur und Kunst immer mehrsprachig sind, der sollte sich dieses Hörbuch zulegen.“ (Ossietzky 24/2011), Veranstalter: Victoria Knopp,  www.libroletto.com

 

 

Lesung und Gespräch

Ca. 13 Uhr, Großer Saal

Titel des Romans: Zauber des Türkis

Autorin:  Mai Khaled

 

Beschreibung:

Nach einem Unfall oder „Selbstmordversuch“ Nirvanas beginnt ein Zwiegespräch zwischen der jungen Frau Layla und Ihrer Tante Nirvana. Sie führt ihre Nichte durch ihr Leben,
enthüllt ihre Geheimnisse, Sehnsüchte, Niederlagen und Glücksmomente. Layla setzt sich mit dem Leben Nirvanas auseinander und stellt fest, dass sie beide denselben Weg zur Befreiung und Selbstfindung suchen. Der Weg heißt, revoltieren gegen die Zwänge eines traditionsreichen Familienklans, ausbrechen aus der festgefahrenen Rolle von Frau und Mann in der ägyptischen Gesellschaft.

Veranstaltungsgenre: Belletristik, Veranstalter: Alawi Verlag, www.alawi-verlag.de

 

 

Kein Schritt zurück!

Lesung und Diskussion mit Arzu Toker, Alibri Verlag

Ca.14 Uhr, Großer Saal

Moderation: Frank Welker

 

Was bedeutet Ehre im Islam? Um wessen Ehre geht es? Arzu Toker setzt  sich in zwei Texten literarisch mit dem Verständnis von Ehre auseinander. Das ursprünglich für den Hörfunk verfasste Feature „Die Balkonmädchen“ beschreibt den Konflikt zwischen dem Drängen junger Migrantinnen in Deutschland frei zu leben und den traditionellen Anforderungen ihrer Herkunftsfamilien.

In dem Prosatext „Verschenkte Freiheit“ klagt eine Mutter voller Wut und Schmerz über den Verlust ihrer Tochter an eine islamische Sekte. Das Nachwort ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Freiheit. Die Freiheit von religiösen Zumutungen. Die Freiheit von nationalen Fesseln. Ein Plädoyer für eine Utopie der Entwicklung gemeinsamer grenzüberschreitender Werte.

Arzu Toker lebt seit 1974 in Deutschland. Sie arbeitet als Journalistin, Schriftstellerin und Übersetzerin und hat zahlreiche Frauen- und Bildungsprojekte initiiert. 1985 bis 1997 saß sie als „Ausländervertreterin“ im Rundfunkrat des WDR.

 

Kurzvorstellung Moderator

Frank Welker wurde 1975 in Saarbrücken geboren und arbeitet als Verlagsmitarbeiter und Redakteur der Zeitschrift MIZ.

Weitere Informationen: www.alibri.de

 

 

Lesung und Gespräch

15 Uhr - 15:30 Großer Saal

 

Autor: Anton Kirchmair

 

Anton Kirchmair ist Künstler. Er liest aus seiner Geschichte „Der Mann der sein Bruder war“.

Darin berichtet er vom Lebensweg seines halben Bruders, der als Kind aus dem Paradies vertrieben, über ein großes schwarzes Wasser fährt.

„Satzbrüche, Situationsfragmente und Bilderfluten, dass einem Hören und Sehen vergeht –  wenn man ein Ohr dafür hat“, so schreibt Arthur Bartle über Anton Kirchmair.

Nach der Lesung steht der Autor dem Publikum Rede und Antwort.

www.antonkirchmair.de

 

 

Vortrag

15:30 -16 Uhr Großer Saal

 Ein Fluchtbericht

 

"Ich bin gekommen um zu bleiben."

Meine Flucht von Afrika nach Lampedusa

Abubakr Salif Sadik und Bianca Berndt

Begegnungen - Chancen, Ambivalenzen und Grenzen in der Flüchtlingsarbeit

Vortragende: Christa Hengsbach / Theaterpädagogin

Veranstalter: Interkulturelle Werkstatt e.V.

 

 

Buchvorstellung
16 Uhr, Großer Saal

Titel: „Chronik der Jahre des Blutes“

Autor: Mohammed Samraoui

Moderation: Giuseppe Zambon

Der Autor des Buches, das wir vorstellen möchten, ist politischer Immigrant und lebt in Deutschland. Er hat die hässlichen Ereignisse in Algerien in den 1990er Jahren hautnah miterlebt.

Als Mouloud Hamrouche an die Regierung kommt, hat er sich den Kampf gegen die Korruption auf die Fahne geschrieben, was vielen in Partei und Armee überhaupt nicht schmeckt. Es ist aber kein Problem, ihn durch eine geschickte Desinformationskampagne (Intrigen und „unabhängige“ Presse) außer Gefecht zu setzen.

Ein anderes Problem ist die Islamische Heilsfront, die sich durch ihr soziales Engagement und die tiefe Religiosität der Algerier eine breite Basis in der Bevölkerung geschaffen hat. Wie es der Autor als hoher Offizier der Sicherheitsdienste miterlebt hat, haben die Geheimdienste zunächst die islamistischen Kreise infiltriert (später auch völlig frei erfundene islamistische Zellen selbst gegründet), sie dabei dahingehend manipuliert, immer größere Grausamkeiten zu begehen, um diese dann der politischen Partei „Islamische Heilsfront“ in die Schuhe zu schieben. Weitere Informationen: www.zambon.net

 

 

Buchvorstellung

17 Uhr, Großer Saal

Buchtitel: Wessen Dschihad?

Autorin: Amtul Manan Tahir
Übersetzer und Simultandolmetscher: Aleem Tahir

Alexandra Müller-Schmieg stellt beide vor.

 

Zusammenfassung:

                                  

Sofia, die Tochter eines pakistanischen Muslim und einer deutschen Christin, ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Von ihrer Mutter, die wegen ihrer eigenen Leiden niemals eine Stütze für sie sein konnte, vernachlässigt, ist sie schon immer besonders auf die Liebe und die Zuneigung ihres Vaters angewiesen und wird in ihrer Entwicklung hauptsächlich durch ihn und seine religiösen Anschauungen geprägt. Schon als Kind lernt sie von ihm, wie sich eine Muslimin zu verhalten hat und fühlt mit zunehmendem Alter durch die Einschränkungen der islamischen Gebote eine immer größer werdende innere Distanz zwischen sich und ihren Altersgenossen. Während einer Reise nach Pakistan lernt sie den jungen, attraktiven Paschtunen Talib kennen. Nachdem er um ihre Hand anhält, gibt sie nach einigem Zögern seinem Werben nach, in der Hoffnung, endlich ihrer inneren Zerrissenheit zu entfliehen. Doch sie ahnt nicht, dass sie damit zum Opfer eines Komplotts wird und ihr Schicksal in die Hände eines Terroristen gelegt hat. 

 

Amtul Manan Tahir wurde 1954 in Lahore, Pakistan geboren und studierte dort an der Punjab University. Seit 1989 unterrichtet sie am Südasieninstitut der Universität Heidelberg die Sprache Urdu. Neben dem Roman „Yeh Jihad!“, der 2010 in Pakistan erschienen ist, hat sie zahlreiche Urdu-Kurzgeschichten veröffentlicht. Zudem hat sie für die Heidelberger Akademie der Wissenschaften verschiedene archäologische Werke aus dem Deutschen ins Urdu übersetzt.

 

 

Buchvorstellung

18 Uhr, Großer Saal

Vom Unrast Verlag werden drei Bücher vorgestellt:

 

Markus End, Kathrin Herold, Yvonne Robel (Hg.)

Antiziganistische Zustände

Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments

Antiziganismus ist ein weit verbreitetes und virulentes Phänomen, das in den westlichen Gesellschaften tief verankert ist. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als »Zigeuner« diskriminiert und teilweise verfolgt.

Gleichzeitig mangelt es an politischen und theoretischen Analysen. Das gilt auch für eine linke Kritik, die oft nicht über moralische Empörung hinaus geht. Dieser Sammelband soll zu einer breiteren und differenzierteren Diskussion und Kritik des Antiziganismus beitragen. Neben unterschiedlichen gesellschaftstheoretischen Ansätzen werden internationale Fallstudien zu Italien, Kosovo und Rumänien ebenso bearbeitet wie der Bereich medialer Repräsentationen und die Verwerfungen im bundesdeutschen Gedenken an den nationalsozialistischen Massenmord.

 

Alexandra Bartels, Markus End, Tobias von Borcke,

Anna Friedrich (Hg.)

Antiziganistische Zustände 2

Kritische Positionen gegen gewaltvolle Verhältnisse

„Wie das Ressentiment gegen Menschen, die als ›Zigeuner‹ wahrgenommen werden, sich historisch wandelt und dennoch mit unveränderten Stereotypen immer neu entsteht, ist Thema des Bandes Antiziganistische Zustände 2, der unlängst im Unrast Verlag erschienen ist. Das Buch ist die Fortsetzung eines 2009 erschienenen Sammelbandes, der mittlerweile zu einem kleinen Standardwerk geworden ist (...).
In jedem Fall kommt das Buch zur richtigen Zeit: Die Aufklärung über Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus bildet die Grundlage für die Bekämpfung des neuen, alten Hasses“ (Hanning Voigts, fr-online vom 27.02.2013).

 

Buchvorstellung

Radostin Kaloianov

Kritik und Migration, Eine Studie, Unrast Verlag

 

Kaloianov erarbeitet eine kritisch-theoretische Position für MigrantInnen und zu den Themen der Migration, um damit zwei Aufgaben zu lösen. Die politische Aufgabe, Kritik und Migration ins Verhältnis zu setzen, ergibt sich daraus, dass aktuell Kritik und Migration weit auseinander liegen und aus mehrheitlicher Sicht gar nicht zusammengehören. Das politische Vorhaben der Untersuchung geht in den wissenschaftlichen Auftrag über, herauszufinden, welche der gegenwärtig verfügbaren und einflussreichen Optionen theoretischer Gesellschaftskritik die Herausbildung einer kritisch-theoretischen Position für MigrantInnen in der Sozialforschung befördern bzw. bremsen könnten.

http://www.unrast-verlag.de/gesamtprogramm

„Für forschende MigrantInnen, so eine der Thesen dieser Studie, ist die Suche nach kritischen Subjektpositionen in der Sozialforschung eine Frage der sozialen Existenz und nicht der wissenschaftlichen Exzellenz.“

 

 

Samstag, den 21 März 2015

Veranstaltungen im Clubraum 1-8 und Kleiner Saal

 

Buchvorstellung

16 Uhr, im Clubraum 1

Buchtitel: Die Friedhofsgärtnerin (Roman)
Autorin: Dr. Monika Carbe
Moderation: Dr. Susanne Czuba-Konrad

 

Niemand kennt ihre Vorgeschichte, und genau so will sie es haben. Alice, Ende 40, ist freundlich, etwas scheu, beschwert sich nie und arbeitet gerne als Gärtnerin auf dem Frankfurter Hauptfriedhof, bis eines Tages Haschisch in einem Teil des Friedhofs entdeckt wird und sie mit Kündigung, Prozess und Medienverfolgung zu tun hat. Wie wird diese Frau damit fertig? Wer eilt ihr zu Hilfe?

 

Monika Carbe

1945 in der Theaterstadt Meiningen in Thüringen geboren, wuchs ab 1952 in Herford in Westfalen und Umgebung, zeitweise auch in Kopenhagen auf. Sie studierte Germanistik, Indologie und Philosophie in Marburg an der Lahn und schloss ihr Studium 1971 mit einer Promotion über Thomas Mann ab. Nach zwei Jahrzehnten hauptberuflicher pädagogischer Tätigkeit in der Erwachsenbildung entschloss sie sich ab den 1990er Jahren, freiberuflich als Autorin und literarische Übersetzerin zu arbeiten. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Essays, Rezensionen und Kunstkritiken für Zeitungen und Zeitschriften und hat viele Werke aus dem Türkischen und Englischen übersetzt. Monika Carbe lebt heute in Frankfurt am Main.

Weitere Informationenhttp://www.groessenwahn-verlag.de/

 

 

Vortrag und Diskussion

Ca. 17 Uhr, Clubraum1

Buchtitel:  Kochen und Essen wie in Afrika

Zusammenfassung des Vortrags zur Entstehung des Kochbuches

 

Im Vortrag berichten der Herausgeber Ghirmay Habton und der Autor und Fotograf Holger Hentschel über die Entstehung ihres Kochbuches „Kochen und Essen wie in Afrika“.

 

Herausgeber Ghirmay Habton erzählt von den Ursprüngen und Hintergründen seiner Idee eines Einwanderer-Kochbuches. Entstehen sollte ein Buch, welches eine Vorstellung von der Vielfalt der afrikanischen Küche ermöglicht. Unter anderem Künstler, Ingenieure, Profiköche aber auch Menschen aus sozialen Berufen und viele andere Einwanderer aus allen Teilen Afrikas sollten ihre Lieblingsgerichte vorstellen und dazu Interessantes aus ihrem Leben erzählen.

 

Autor und Fotograf Holger Hentschel berichtet, wie es dazu kam, dass er zum Kochbuchautor wurde und welchen Aufgaben er sich schließlich dabei stellen musste.

Wie rückt man die Speisen ins rechte Licht, um sie appetitanregend abzubilden und gleichzeitig ihren afrikanischen Ursprung zu betonen?

Damit ein Rezept möglichst leicht nachkochbar ist, muss es logisch aufgebaut und übersichtlich formatiert sein. Materialien und Mengen sollen klar dargestellt und Verfahrensweisen leicht verständlich sein. Bei aller Klarheit und Genauigkeit soll das Buch aber auch Lust aufs Kochen machen.

Brandes und Apsel Verlag: www.brandes-apsel.de

 

 

Buchvorstellung:

Ca. 18 - 19 UhrClubraum 1

Titel: Unbequeme Wahrheiten
Autor: Utsa Patnaik
Vortrag von: Christian Weiß und Jürgen Sander
Moderation: Melina Korn

 

In den letzten zwei Jahrzehnten hat Indien in wirtschaftlicher Hinsicht einen großen Sprung nach vorne gemacht. Doch profitiert hat davon nur eine Minderheit. Die Mehrheit der indischen Bevölkerung lebt immer noch in erschreckender Armut.

Die Journalisten Jürgen Sander (Frankfurt/Main) und Christian Weiß (Heidelberg) versuchen aufzuzeigen, wo die Ursachen für die Armut liegen und was geschehen müsste, dass es auch den Menschen aus den ärmeren Bevölkerungsschichten besser geht. Grundlage ist dabei das Buch „Unbequeme Wahrheiten. Hunger und Armut in Indien“ der indischen Ökonomin Utsa Patnaik.

Weitere Informationen: www.draupadi-verlag.de

 

 

Lesung und Diskussion

Clubraum 2

Ca. 14 - 15 Uhr, Clubraum2

Autor: Peter Luyendyk

 

KARMELA

Das junge Mädchen (15) lebt in einem Land, in dem Krieg herrscht. Seine  Mutter stirbt schon früh. Als sein Vater tödlich verwundet wird, schickt seine Oma es zu entfernten Verwandten nach Deutschland. Das junge Mädchen ist traumatisiert, geht in Deutschland zur Schule. Es ist nicht in der Lage sich anzupassen, bleibt Einzelgänger und gewinnt keine Freunde. Aber das Mädchen ist intelligent und wird nach einigen Jahren Klassenbeste.

Als die Oma stirbt und niemand mehr da ist, ihm finanziell unter die Arme zu greifen, will es sich umbringen. Das Mädchen springt ins Wasser, wird aber von einem Jungen aus seiner Klasse gerettet. Dieser Junge spricht ihm Mut zu, lobt seine Intelligenz und hilft ihm, einen Job zu bekommen, der es ihm ermöglicht in Deutschland zu bleiben und Abitur zu machen.

Aus dem Mädchen wird eine junge Frau. Sie bekommt ein Stipendium, studiert Literatur und promoviert. In ihrem Dissertationsthema behandelt sie die Faktoren, die entscheidend sind, um Menschen mit Migrationshintergrund den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Den vielen Migranten bei der Promotionsfeier macht sie Mut und gibt Ratschläge, wie sie sich behaupten können. In ihrer Rede geht sie mit Dank auf den Jungen ein, der ihr das Leben gerettet hat (Inhaltsangabe der Geschichte „KARMELA“ unveröffentlicht).

Weitere Informationen: http://www.uniscripta.de

 

 

Am Samstag finden zwei Veranstaltungen für Kinder statt. Die Frankfurter Künstler Max Weinberg und Aziz Rahim führen Kinder an Malerei heran. Jedes Schulkind kann kostenlos teilnehmen.

 

Die Ausstellungen von Max Weinberg und Aziz Rahim finden im großen Saal (1.Stock) statt.

 

 

 

Malen mit Kindern

Ca. 15:00 Uhr, Kleiner Saal (Erdgeschoss)

Max Weinberg und Aziz Rahim

 

Max Weinberg

 

 

Max Weinberg wurde 1928 in Kassel als Sohn deutsch-polnischer Eltern jüdischen Glaubens geboren; er verlor einen Bruder im Konzentrationslager. 1933 floh er und seine Familie vor den Nationalsozialisten nach Belgien und 1935 nach Israel.

Max Weinberg entdeckt er sehr früh sein malerisches Talent, mit dem er sich später sein erstes Geld verdient.

 

Nach dem Krieg zog er zurück nach Deutschland und lebt seitdem in Frankfurt am Main, wo sich auch sein Atelier, im Ostteil Frankfurts, befindet. 3 Tage lang wird er seine Werke bei der Immigrationsbuchmesse ausstellen.

Weitere Informationen, www.arteliermaxweinberg.com

 

Rahim Aziz

 

Rahim Aziz wurde in Singapur geboren. 1984 erwirbt er das Diplom als Ingenieur für Agrarwirtschaft in Deutschland. Nach seinem Uniabschluss geht er aus beruflichen Gründen nach Malaysia und Indien, wo er von 1985-1997 als Ingenieur arbeitet. Seit 1997 ist er als Künstler und Maler in Frankfurt am Main tätig. Seit 2004 ist er zudem als Kunstkursleiter in verschiedenen Instituten, tätig.  Er stellte seine Werke in verschiedenen Ateliers, Galerien und Cafés aus. 2006 fand innerhalb der Räumlichkeiten des Amtes für Multikulturelle Angelegenheiten eine Ausstellung von ihm statt, diese wurde von sowohl von den Kunstliebhabern als auch von der Presse hochgelobt. In Bad Vilbel unterrichtet er an der Kunstschule schon seit vielen Jahren, wo er unter anderem auch seine Werke in der Galerie „Alte Mühle“ ausstellen durfte.  Sein Schaffen ist sehr vielseitig, allerdings hat er seit 2009 sich ganz der Street Art und Performance im urbanen Raum gewidmet. Er lebt in Frankfurt am Main.  3 Tage lang wird er seine Werke bei der Immigrationsbuchmesse ausstellen.

 

 

Des Weiteren findet eine Kinderlesung statt.

Ca. 17:00 UhrClubraum 2

Lesung mit Kindern, von 3 - 8 Jahren

 

Mit Susanne Benz, Traumland-Verlag

 

Zuhören, Miterleben, Mitspielen und Spaß haben, diese Möglichkeiten bieten sich bei den Lesungen von mir an. Lesungen trainieren die vernachlässigten Sinne, hier kommt es nicht ausschließlich auf die Augen an. Die Ohren sind gefragt. Stimme, Stimmlage und kindgerechte Geschichten regen den Fluss innerer Bilder an, fördern die Konzentrationsfähigkeit. Eine Lesung kann ein Erlebnis sein, probieren Sie es aus!

Für die Frankfurter Immigrationsmesse biete ich vier verschiedene Lesungen an.

 

1. Lesung „Das erste Gruseln“ mit Timotheus, dem Gespensterkind. Wir hören und spielen die Geschichte des kleinen Gespenstes Timotheus, das zum ersten Mal gruseln darf. Eine interaktive Lesung für die Kleineren zum Mitgruseln.

Jeder darf hier mitspielen als Heuler, Glüher, Kettenrassler oder Kugelschepperer, auch Stöhner sind willkommen.

Für Kinder von 3-8 Jahren

 

2. Lesung „Ich sehe nicht aus wie eine Prinzessin...“

Gelesen und gespielt mit der Handpuppe Lisa-Marie. Prinzessin Lisa-Marie sieht nicht aus, wie man sich eine Prinzessin vorstellt und leidet sehr darunter. „Wer so aussieht wie ich, kann nicht geliebt werden“, verzweifelt sie. Zwei Feen helfen ihr, sich selbst zu finden.

Für Kinder von 3-7 Jahren

 

3. Lesung „Emma, das Schaf“

Die Lesung wird mit kleinen gefilzten Schafen, einer Wiese, einem See, dem Schäfer und dem Bärenhund gespielt. Sie eignet sich von der Länge her besonders für kleinere Kinder. Emma hat das schönste Fell von allen Schafen auf der Wiese. Sie ist das erste Schaf, das der Schäfer schert, weil aus ihrem Fell die besten Wollpullover gestrickt werden können. Das gefällt den anderen Schafen nicht und sie schmieden einen Plan gegen sie.

Für Kinder von 3-7 Jahren

 

4. Lesung mit den Geschichten aus dem Windblumentanz

Die Märchen der Mohnblumenfee, vom Feuerdrachen und Wasserdrachen lassen sich wunderbar mit dem Einsatz von Instrumenten gestalten. Ein sinnliches Vergnügen, hier kann man das Rascheln von Gras, Blättern, dem Wind, der die Zweige bewegt, von Ästen, die knarzen, hören. Die Geräusche entführen in die Natur, vermitteln die Fülle auf natürliche Art und Weise. Träumt mit den Geschichten aus dem Windblumentanz.

www.traumland-verlag.de

 

 

Bangladech Night

Ca:19:30 Uhr, Kleiner Saal (Erdgeschosses)

Bengalische Literatur, Tanz und Musik

Veranstalter: Europäische Bangladesch Kulturforum

European Bangladesh Cultural Forum (EBCF)

 

 

Für die Inhalte sämtlicher im Programm enthaltener Texte sind ausschließlich die Veranstalter, die Autoren bzw. die Verlage selbst verantwortlich.

Bei diesem Plan handelt es sich um ein vorläufiges Konzept, das im Wesentlichen so stattfinden soll. Der zeitliche Ablauf ist natürlich nicht minutiös planbar, daher könnte es zu kleinen, zeitlichen Verschiebungen kommen. Wir bitten um Verständnis.

Diskussionen sind mit den Autoren möglich. Veränderungen im Programm sind vorbehalten.

 

Bis Ende Februar kann das bestehende Programm noch um weitere Programmpunkte ergänzt werden, da noch immer täglich Anfragen von Verlagen gestellt werden. Auch von Autoren, Künstlern und Organisationen kommen weiterhin Anfragen, ihre Werke zu präsentieren.

 

Hamidul Khan (Vorsitzender der Deutsch-Bengalischen Gesellschaft) wird mit einem Abschlusswort die Veranstaltung beenden.

 

 

 

 

 

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Programm für Sonntag, den 22 März 2015

Bangladesch alive

Ab 11 Uhr, Clubraum 2

 

Kurzgeschichte, Märchen, Prosa und literarische Texte aus dem Alltag

Es lesen Daniela Mia, Sylvia Barua, Delia Sajani Shaha, Sarmin Ullah

 

 

Lesung und Diskussion

Ca. 12 – 12:45 Uhr, Großer Saal

Lesung von ausgewählten Episoden und Ankedoten aus beiden Büchern von Giuseppe Bruno, Vortragende Brigitte Forßbohm

Moderation: Hamidul Khan

 

Giuseppe Bruno (1945-2014)

Lebte in Frankfurt am Main und ist bekannt für seine Initiativen zur Freundschaft zwischen Migranten und Deutschen sowie für die Dokumentation der Migrationsgeschichte im Historischen Museum und für ein Gastarbeiterdenkmal am Hauptbahnhof.

Mit 16 Jahren verkaufte er sein Muli und seine Ziege, um ein neues Leben zu beginnen. Der Zug bringt ihn nach Frankfurt am Main.

Giuseppe Bruno gehört zu den wenigen Gastarbeitern aus Italien, die ihre Migrationserfahrungen schriftlich niedergelegt haben. Er hat zwei Bücher geschrieben („Der Zug in die Fremde“, 2005 und  „Wenn die Fremde zur Heimat wird“, 2012), in denen er seine Erfahrungen als Migrant verarbeitet.

 

Giuseppe Bruno war als Autor Gründungsmitglied der Immigrationsbuchmesse im Jahr 2012. Aus diesem Grunde werden ihm die Lesungen am Sonntag gewidmet.

 

 

Lesung:

Ab 12:45 – 13:15 Uhr, Clubraum2

Drei Griechische Schwestern

Anna, Elsa und Sonia tragen ihre Kurzgeschichte vor

Moderation: Melina Korn

 

Kurzbiographie von Anna Pitellos

Anna Pitellos wurde am 10.07.1995 in München geboren und ist zweisprachig aufgewachsen, da ihre Mutter Griechin ist. In der Grundschule hat sie angefangen „Kurzgeschichten“ zu schreiben. Später entdeckte sie das Interesse für die Poesie und für das Schauspiel.

Elsa Pitellos

Elsa wurde am 10.05.1991 in Strasbourg geboren. Sie hat vor Jahren ihre schriftstellerische Begabung entdeckt und wird einige ihrer Texte bei dieser Gelegenheit vortragen.

 Sonia Pitellos, 16 Jahre alt

Sonia wurde am 11.05.1998 in München geboren, wuchs aber in Frankfurt zusammen mit der Mutter und den zwei älteren Schwestern Elsa und Anna auf. Das Schreiben hat sie schon sehr früh für sich entdeckt, sie schreibt gerne lange und fantasievolle Texte. Später hat sie angefangen Gedichte zu schreiben, um es in ihren Worten auszudrücken:  „…um den Kopf oder auch Gefühle los zu werden.“

 

 

 

Lesung und Diskussion

13:15 – 14:00 Uhr, Großer Saal

Buch: Berlin liegt am Mittelmeer. Eine imaginäre Reise durch Europa

Autor: Roberto Giardina

 

Klappentext: „Berlin liegt am Mittelmeer“ ist ein kulturgeschichtliches Gedankenspiel und eine Zeitreise – Europa von seinen Anfängen bis heute. Der Weg konzentriert sich, mit zahlreichen Umwegen und Abzweigungen, im Wesentlichen auf Italien und Deutschland. Die Reisegefährten quer durch die Epochen bilden eine Mischung aus historisch realen Personen wie Goethe, Byron oder Botticelli und literarischen Figuren wie Gustav von Aschenbach oder die fesche Lola.

 

Dieser ungewöhnliche Reiseführer lädt dazu ein, Europa neu zu entdecken. Er gibt grenzüberschreitende Einsichten in einen sich permanent in Bewegung befindenden vielschichtigen Kulturraum, seine Mythen und Träume.

 

Rezension: „Was beim Lesen von Kapitel zu Kapitel immer klarer wird, ist die Tatsache, dass die nationalen Grenzen Europas, in der Vergangenheit wie in der Gegenwart, im Grunde nie eine wirkliche Bedeutung hatten und dass selbst die vielen Kriege, von denen im Buch ebenfalls die Rede ist, die Menschen in Europa nie voneinander trennen konnten.“

 

Weitere Infos (Leseprobe, Inhaltsverzeichnis, Pressestimmen ...): www.shop.avinus.de/giardina-berlin

 

 

Ab 14:00 – 15:00 Uhr, Großer Saal

 

Bärbel Schäfer( hr3) diskutiert im Rahmen einer  Podiumsdiskussion mit jungem Publikum

Anmoderation: Alexandra Müller-Schmieg

 

Die jungen Frauen und Männer, die alle in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, wurden so von der Herkunftskultur der Eltern mitgeprägt, dass sie in beiden Kulturen beheimatet sind. Das Thema Immigration und Integration ist immer noch ein sehr aktuelles Thema in der politischen Landschaft Deutschlands. Über die Medien bekommt man tagtäglich die positiven und negativen Berichterstattungen mit. Wie sie als Repräsentantinnen und Repräsentanten dieser neuen Generation den Alltag erleben und bewältigen, darüber werden sie mit der beliebtesten Moderatorin Deutschlands diskutieren.

Jede politische Partei, jeder Experte definiert Integration auf eine andere Art und Weise. Der Fokus wird darauf gelenkt, wie diese neue Generation Integration für sich interpretiert, darüber werden sie auf der Bühne diskutieren. Jede Schülerin oder Schüler, Studentin oder Student ist herzlich eingeladen, sich bei der Veranstaltung aktiv zu beteiligen. 

 

 

Lesung und Diskussion

Ca. 15:00 Uhr, Großer Saal

Moderation: Sandra Grünwald, custos verlag e.K.

 

Ben Roeg wird Ausschnitte aus seiner Kurzgeschichte „SommerMärchenWelt“ aus seinem Buch "ParallelWelten" lesen. „SommerMärchenWelt“ ist eine von sieben Real-Fiktionen, in welchen der Autor die Ideologiegeschichte Deutschlands der letzten sieben Jahrzehnte kritisch betrachtet. In der Geschichte stellt er die Euphorie während der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland, die mit dem Slogan warb „Die Welt zu Gast in Deutschland“, der Asylpolitik gegenüber, die oftmals gnadenlos Anträge ablehnt und den Menschen nicht mehr sieht, der vor ihnen sitzt. Mit dichter Sprache und viel Einfühlungsvermögen schildert der Autor die Hilflosigkeit, mit der sich Asylsuchende im Gewirr der deutschen Rechtsprechung verlieren müssen. Ben Roeg arbeitet selbst ehrenamtlich mit Flüchtlingen und kennt die aktuelle Lage. Seine Texte sind durchweg sehr sorgfältig recherchiert und basieren auf wahren Begebenheiten.

Ben Roeg, geb. 1944, ist Wissenschaftler und Autor. Er lebt und arbeitet in Heidelberg

Weitere Informationen: www.custos-verlag.de

 

 

Lesung und Diskussion

Ca. 16:00 Uhr, Großer Saal

Autoren: Gerhard Schrick und Wolfgang Ullrich

Vermißt

Eine Frau wartet auf ihren Mann. Er gilt als vermisst. Ihr Trost sind die Erinnerungen. Schöne Erinnerungen an ihren Mann, die ihr helfen zu vergessen: „das Grauen, die Schüsse auf uns Flüchtlinge, die Kälte, die Sterbenden am Wegesrand.“ Der Krieg ist schon lange vorbei. Die Frau hat in der neuen Heimat keinen Anschluss gefunden. Sie spricht Deutsch, aber mit dem Dialekt der alten Heimat, der im Dorf abgelehnt wird. Die Dorfbewohner selbst sprechen einen anderen Dialekt, den die Frau nicht versteht.

Die einzige lebhafte Kommunikation findet mit den Kindern des Dorfes statt, die immer wieder provozierend nach Adolf rufen. Adolf war der Name ihres Mannes, ein gebräuchlicher Name in ihrer alten Heimat. Ihr gefällt das nicht und sie schreit und beschimpft die Kinder. Eines Tages gelingt es ihr, über ihren Schatten zu springen. Als sie wieder ihren Adolf verspotten und auslachen, ruft sie ihnen zu: „Ja das war er, der Adolf. Und ich bin die Eva Braun.“ Seitdem änderte sich etwas.

Inhaltsangabe der Geschichte „Vermißt“

 

Mona Lisa in den Trümmern

Ein Mädchen in den Trümmern Berlins im Jahr 1947. Ein Flüchtlingskind aus Ostpreußen. Ob es alleine hierherkam –viele Kinder waren alleine auf der Flucht– bleibt unbekannt. Das Kind erscheint jeden Tag hoch in einem Trümmerhaus und lächelt. Es scheint in den Trümmern zu schweben. Es ist nicht ansprechbar. Aber es spendet den Menschen –den zerbombten Berlinern und den vielen Flüchtlingen– mit seinem Lächeln Trost, bis es plötzlich für immer verschwindet.

Bis zuletzt bleibt offen, ob die Erscheinung ein bloßer Traum war oder eine „flüchtige“ Realität. Darum geht es in der Geschichte auch nicht in erster Linie: Das Lächeln des Mädchens ist als Allegorie des neuen Friedens zu sehen, sein Schweben in den Trümmern als Metapher für seine Hilflosigkeit in der zerstörten und ihm fremden Großstadt. Sie versucht –mutig lächelnd– Fuß zu fassen. Aber es gelingt ihr nicht, trotz der Freundlichkeit der Menschen. Wird sie sich wieder auf den Heimweg machen?

Aus „Bis auf Heiteres“, UniScripta Verlag, Von Gerhard Schrick und Wolfgang Ullrich

Weitere Informationen, http://www.uniscripta.de

 

 

Buchvorstellung und Diskussion

Ca. 17:00 – 17:45 Uhr, Großer Saal

Buchtitel: Brücken zum Gegenüber – Von der Kraft der Mitmenschlichkeit

Autorin: Regina Hock

 

Die Lesung erfolgt aus den Kapiteln „Dankbarkeit“, „Das unbekannte Gegenüber“ und „Gastfreundschaft“.

Das Buch zeigt uns, wie gut es tut, positiv zu denken und zu handeln. Alles, was wir aussenden, kommt zu uns zurück.

 

Zum Kapitel „Dankbarkeit“:   

Für alles im Leben können wir dankbar sein. Jede kleine Alltäglichkeit, die unser Leben lebens- und liebenswert macht (und es gibt viele davon), sollte uns innehalten lassen und uns zum Nachdenken bringen. Nichts ist selbstverständlich.

Zum Kapitel „Das unbekannte Gegenüber“:

Wie schnell bilden wir uns ein Vorurteil über Menschen, die wir gar nicht kennen! Ihr Aussehen, ihre Religion, ihre Kultur – schlichtweg ihr Anderssein bewegt uns dazu, uns eine Meinung über sie zu bilden, von der wir nur ungern wieder abweichen.

 

Zum Kapitel „Gastfreundschaft“:

Wer möchte nicht gern in einer anderen Stadt oder gar in einem fremden Land Gastfreundschaft erfahren? Wie gut tut es, sich nicht so alleine und verlassen zu fühlen, wenn wir unser gewohntes Umfeld verlassen, vielleicht sogar gezwungen werden fortzugehen! Weitere Informationen,

 www.verlag-hartmut-becker.de

 

 

Lesung und Diskussion

Ca. 18:00 Uhr, Großer Saal

Moderation: Gerda Jäger

 

Hıdır Eren Çelik, 1960 in Dersim (Tunceli / Türkei) geboren, studierte Politologie, Soziologie und Germanistik. Mit einem Stipendium der Hans- Böckler-Stiftung promovierte er über „Die Migrationspolitik bundesdeutscher Parteien und Gewerkschaften.“ 2006 wird er vom Landschaftsverband Rheinland für seine Verdienste, sowohl im kulturellen/literarischen Bereich als auch für die Förderung des interkulturellen Zusammenlebens der Kulturen mit dem Rheinlandtaler Kulturpreis ausgezeichnet. Er ist Mitglied des Schriftstellerverbandes (VS).

Mitunter reicht es ja schon aus, eine Bemerkung zu zitieren, schon ergibt sich unmittelbar aus dem Leben gegriffen eine gelungene Satire. Hidir E. Çelik hat diesbezüglich einen sicheren Griff. Er nimmt Äußerungen von Politikern aus dem Blickwinkel eines Zugewanderten auf, dem mehr als nur manches fremd vorkommt.

Der Autor wird aus zwei seiner Werke vorlesen: "Sautierisch-Satirisch aber ernst – die Angst vor Inländern" und "Nomaden - eine poetische Reise“.

Weitere Informationen, www.freepenverlag.eu

 

 

Programm für Sonntag, den 22 März 2015

Clubraum 1 und 2

 

Buchvorstellung und Gespräch

Ca. 11:00 UhrClubraum1

Zuhause in Schwalbach – eine Stadt erzählt

Moderation: Wilfried Hülsemann

 

Viel Lob erhielt die „Deutsch-Ausländische Gemeinschaft Schwalbach“ (DAGS) für ihr „Geschenk“ an die örtliche Bevölkerung: Ein Buch mit siebzig biografischen Texten, die in ganz unterschiedlicher Weise vom Ankommen, Angenommenwerden und Aufwachsen in Schwalbach Zeugnis ablegen. Darunter sind: alle Altersgruppen, angefangen mit einer 14 Jahre jungen Schülerin bis zum 88-jährigen Professor; Frauen und Männer in etwa gleich oft, ebenso Schwalbacher mit internationalem Migrationshintergrund und solche mit deutschen Wurzeln.

Entstanden ist ein anregendes Lesebuch. Es zeigt, wie Integration in einer kleinen Stadt in einem Ballungsgebiet gelingen kann.

Das Redaktionsteam (Heide Kallert, Waltraud Simon-Eckert, Rózsa Hülsemann, Helen Bauer, Wolfgang Eckert, Wilfried Hülsemann) entwickelte ab Frühsommer 2012 die Konzeption mit dem Ziel, möglichst viele Schwalbacher zur Reflexion über ihren Weg nach und ihr Leben in Schwalbach und die Gründe des Hierbleibens zu bewegen.

In der „Einleitung“ wird zum einen auf zwei Seiten die Entwicklung Schwalbachs seit 1938 gestreift – vom Dorf zur Stadt mit 15.000 Einwohnern, viele davon in der „Limesstadt“, der zweitgrößten Neubausiedlung im Rhein-Main-Gebiet. Zum anderen wird sensibilisiert für die Erfahrungen der Zugewanderten, der Flüchtlinge aus den ehemals deutschen Ostgebieten, der Arbeitsmigranten seit den 1960er Jahren und deren Kinder, die als 2. bzw. 3. Generation teilweise noch heute ganz spezifische Ausgrenzungserfahrungen verkraften müssen. Bis in die wievielte Generation hat man eigentlich „Migrationshintergrund“?

Die Texte der Autoren nehmen anschließend 85 Prozent der 268 Seiten des Buches ein - gefolgt von einer Nachbetrachtung, in der Heide Kallert auch auf Arbeitsschritte und gewonnene Erkenntnisse des Redaktionsteams eingeht.

Sämtliche Texte entstanden zwischen Herbst 2012 und Frühjahr 2013. „Alle Zugezogenen wurden gebeten, in ihren Texten etwas über ihr Leben davor zu erzählen, denn ein Ziel des Buches ist, die Möglichkeit zu geben, dass die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt mehr von einander erfahren. So ist in dem Buch ein Einblick zu gewinnen in geschichtliche Hintergründe und Traditionen in den Heimatländern, und es sind Mitteilungen darüber enthalten, wie die Schreibenden sich und ihre Landsleute im Verhältnis zu den Deutschen sehen. Einige Autorinnen und Autoren beschreiben ihre Gründe und den Anlass, das Herkunftsland zu verlassen; dabei wird auch an dramatische und anrührende Ereignisse, die das eigene Leben betrafen, erinnert und berichtet mit der Hoffnung auf respektvolle, wertschätzende Reaktionen bei denen, die die Geschichten lesen.“

Vorurteile sind zentrales Thema sowohl für Einheimische wie auch für Zuwanderer. Aber auch die Zuwanderer bringen Vorurteile gegenüber Deutschen mit. Wer sprachlos und isoliert bleibt leidet – wer sich mit dem Ziel des Verstehenwollens öffnet, sich mitteilt, kann diese Barriere überwinden.

Berichte der Zuwanderer zeigen, wie komplex die Thematiken „Heimat“, „Zuhause“, „Loyalität zu Deutschland“ gesehen werden. Nicht nur die Wohnungsnachbarn, die Arbeitskollegen fordern sehr viel von ihnen – oftmals mit wenig Verständnis für deren Ausgangslage.

 

 

Lied, Literatur und Musik

Ca: 13.00 -14 Uhr, Clubraum 1

Eine Gemeinsame Veranstaltung von ,, Balkan Farben International,, und Schriftstellerverein ,, Sieben,,

 

Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller tragen ihre zweisprachigen Werke vor. Einige von ihnen sind zum Teil hier geboren und aufgewachsen und sind auch malerisch tätig. Gelegentlich bekommt man ihre Bilder auch in Frankfurter Galerien zu sehen. Die Autoren werden aus ihrer Prosa und aus ihren Gedichten vorlesen und anschließend sich mit dem Publikum austauschen.

Beide Organisationen Balkan Farben International  und der Schriftstellerverein Sieben, haben einen gemeinsamen Stand im großen Saal. Der Schriftstellerverein Sieben ist außerdem im Klubraum 6 den ganzen Tag. Die Aussteller und Künstler sind Tommy Pitard, Michael Adane, Julijana Botic

Die Namen der Schriftstellerinnen und Schriftsteller:Aleksandra Botic (Künstlerin), Aleksandar Sascha Jovanovic, Diana Pijetlovic und Ljubiša Simić,

 

 

Buchvorstellung

Ca: 15.00 Uhr bis 16. 00Uhr, Clubraum 1

Buchtitel: Weit entfernt von dem Ort, an dem ich sein müsste

Autor :Dr. Bahman Nirumand

Moderation: Alexandra Müller-Schmieg

 

Der Junge Bahman Nirumand ist 15, als er aus dem pulsierenden Teheran auf ein Internat im eher tristen Nachkriegs-Deutschland geschickt wird. Die deutsche Sprache erwirbt er sich mit Goethe: Er lernt den kompletten "Faust I" auswendig. Sein erstes eigenes Buch macht ihn mit einem Schlag berühmt: Im Frühjahr1967 erscheint bei Rowohlt "Persien, Modell eines Entwicklungslandes". Die Anklage gegen die Diktatur in seiner Heimat wird zum Fanal der Anti-Schah-Proteste. Nirumand gehört fortan zur ersten Reihe der Studentenbewegung.
Aber er ist mehr als eine Galionsfigur der 68er, auch sein Leben davor und danach steckt voller aufregender und abenteuerlicher Geschichten - viele davon bislang unbekannt und unerzählt. Dazu gehört die wichtige Rolle, die Nirumand in der iranischen Auslandsopposition und im verlorenen Kampf gegen den politischen Triumpf Ayatollah Chomeinis spielte. Politisches und Privates, Anektodisches und Analytisches werden in diesem Buch zu einem Lebensroman verwoben, der zugleich vom Elan des Aktivisten und dem Heimweh und den Fremdheitsgefühlen des Exilanten getragen wird. Es ist das Buch eines Wanderers zwischen den Welten, der viel bewegt hat und an herben Niederlagen wachsen musste.

 

 

Eine Lesung mit dem indischen Lyriker Alokeranjan Dasgupta

Ca. 16,00 bis 17Uhr, Clubraum 1

Buchtitel: Am Ort des Schreibens

Moderation: Christian Weiß

 

Der indische Dichter Alokeranjan Dasgupta wurde 1933 in Kalkutta geboren. 1971 kam er erstmals nach Deutschland und lebt seitdem abwechselnd in Kalkutta und Heidelberg. Er wird zu den bedeutendsten bengalischen Gegenwartslyrikern gezählt.

Alokeranjan Dasgupta liest aus dem Lyrikband „Am Ort des Schreibens“, der 2013 im Draupadi Verlag erschien.

 

 

Lesung und Vortrag

Ca. 17,00 bis 18 Uhr, Clubraum 1

Vortragende: Regina Berlinghof

 

Omar Khayyam (ca. 1038 – 1122)
Ein persischer Dichter, Naturwissenschaftler, Skeptiker und Freigeist Vortrag und Lesung Die Ruba’yat (Vierzeiler) des Omar Khayyam sind feurige bis melancholische Liebesgedichte – und ketzerische Verse, die aus dem Geist der Liebe die Freiheit des Denkens und Handelns verkünden, die Allah kritisch zu hinterfragen wagen und jeder engstirnigen Theologie mit spitzem Witz begegnen. Omar Khayyams Verse sind aktueller denn je. Er war ein muslimischer Aufklärer lange vor der Epoche der Aufklärung.

Weitere Informafionen, http://www.yinyang-verlag.de/Mirabai.htm

 

 

Lesung und Diskussion

Ca.18,30 Uhr, Clubraum 1

Literaturclub der Frauen aus aller Welt e.V.

Moderation: Gerda Jäger

Wenn wir uns begegnen, nehmen wir peu à  peu unsere Masken ab. Wir zeigen uns mutig, auch wenn Begegnungen verletzend sein können, Freude in Wut und Trauer, Mut in Angst umschlagen kann. Wir begegnen Menschen, Tieren, Orten, Zeiten. Wir begegnen letztendlich immer wieder uns selbst. Wie in einem uralten Tanz suchen wir nach Begegnungen, um das Alleinsein aufzulösen. Wenn wir die Masken abnehmen, sehen wir in der Begegnung uns und den Fremden mit anderen Augen. Fremdheit kann zu Vertrautheit und zu einer Wiederkehr nach Hause werden.

Der Literaturclub der Frauen aus aller Welt lädt zur Begegnung mit vier Autorinnen ein, die in ihren Geschichten über fremde Menschen und Kulturen erzählen. Es lesen: Ayla Bonacker, Kristina Edel, Tamara Labas und Venera Tirreno-Schneider. Die Lesung wird musikalisch umrahmt von Shahram Moghaddam auf der Gitarre. In seiner Musik können alle Sprachen und Emotionen sich maskenlos begegnen – und, letztendlich wir Menschen, wenn wir uns von ihr berühren lassen. Gerda Jäger, Vorsitzende der Literaturgesellschaft Hessen e.V., wird uns durch den Abend der Begegnungen führen.

Weitere Informationen, www.literaturclub-frauen.de, http://www.lit-hessen.de

 

 

Für die Inhalte sämtlicher im Programm enthaltener Texte sind ausschließlich die Veranstalter, die Autoren bzw. die Verlage selbst verantwortlich.

 

Bei diesem Plan handelt es sich um ein vorläufiges Konzept, das im Wesentlichen so stattfinden soll. Der zeitliche Ablauf ist natürlich nicht minutiös planbar, daher könnte es zu kleinen, zeitlichen Verschiebungen kommen. Wir bitten um Verständnis.

Diskussionen sind mit den Autoren möglich. Veränderungen im Programm sind vorbehalten.

 

Bis Ende Februar kann das bestehende Programm noch um weitere Programmpunkte ergänzt werden, da noch immer täglich Anfragen von Verlagen gestellt werden. Auch von Autoren, Künstlern und Organisationen kommen weiterhin Anfragen, ihre Werke zu präsentieren.

 

Hamidul Khan (Vorsitzender der Deutsch-Bengalischen Gesellschaft)

wird mit einem Abschlusswort die Veranstaltung beenden.

 

 

 

 

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